Die 3D-Technologie hat Einzug in die industrielle Werkstatt gehalten, um Probleme zu lösen, die früher stundenlanges Warten auf ein Ersatzteil oder die Herstellung komplexer Vorrichtungen bedeuteten. Mit einem Scanner und einem Drucker kann ein Mechaniker ein defektes Teil digitalisieren, es in CAD reparieren und innerhalb von Stunden, nicht Tagen, aus Kunststoff oder Metall fertigen. Dies reduziert Maschinenstillstandszeiten und Lagerkosten.
Ein reales Beispiel und die benötigten Programme 🛠️
Stell dir vor, ein Zahnrad eines Fließbands in einer Fabrik bricht. Mit einem 3D-Scanner wie dem Einscan SE erfasst du die Geometrie des beschädigten Zahns. Du übertragst die Datei in Fusion 360 oder SolidWorks, korrigierst das Modell und generierst den Code für den Druck. Handelt es sich um Metall, verwendest du einen Metalldrahtdrucker oder einen Sinterdienst. Schlüsselprogramme: Fusion 360 (Modellierung und CAM), Ultimaker Cura (Slicing) und MeshMixer (Netzreparatur). Der gesamte Prozess, vom Bruch bis zum neuen Teil, dauert weniger als 24 Stunden.
Schluss mit den Gängen zum Ersatzteillager 🚶♂️
Das Beste daran ist, dass du diesen 15-minütigen Gang zum Lager nicht mehr machen musst, nur um festzustellen, dass das benötigte Teil seit 1998 ausverkauft ist. Jetzt kannst du es selbst drucken, auch wenn es drei Versuche braucht, weil der Drucker genau dann einen Stau hat, wenn der Chef vorbeikommt. Und wenn das Teil versagt, kannst du immer dem Filament die Schuld geben, was einfacher ist, als zuzugeben, dass du mit dem Messschieber falsch gemessen hast. Die 3D-Technologie ersetzt nicht die Fachkenntnis, aber sehr wohl die Ausreden.