Der Beruf des IT-Technikers beinhaltet die Reparatur von Hardware, die manchmal nicht mehr hergestellt wird. Die 3D-Technologie ermöglicht die Herstellung von Ersatzteilen, Halterungen oder individuellen Gehäusen. Wenn beispielsweise ein Verriegelungsclip eines Laptops bricht, kann ein exaktes Modell erstellt und gedruckt werden, anstatt nach einem unmöglich zu findenden Ersatzteil zu suchen. Die benötigten Programme sind eine Modellierungssoftware wie Fusion 360 oder Blender und ein Slicer wie Cura oder PrusaSlicer, um die Datei für den Drucker vorzubereiten.
Schnelles Modellieren für Hardware-Lösungen 🛠️
Für das Design von Teilen ermöglicht Fusion 360 die Erstellung von Geometrien mit präzisen Toleranzen, ideal für mechanische Anpassungen. Ein Techniker kann einen gebrochenen Stecker mit einer Referenzkamera scannen und eine Montagebasis für eine Grafikkarte modellieren. Tinkercad ist eine einfache Option für Anfänger. Der Druck in PETG oder ABS bietet thermische und mechanische Beständigkeit. Mit einem 3D-Drucker für 200 Euro können Adapter für Netzteile oder Halterungen für Festplatten hergestellt werden, ohne auf externe Anbieter angewiesen zu sein.
Der Tag, an dem ich eine Maus druckte und sie funktionierte 🖱️
Ein Kunde brachte eine Gaming-Maus mit einer eingedrückten linken Maustaste. Das Originalteil zu suchen war wie die Nadel im Heuhaufen aus Schrott. Also modellierte ich einen Tastenkopf aus PLA und druckte ihn. Er war etwas schief, aber der Kunde sagte, es verleihe ihr einen Retro-Touch. Jetzt, wenn mal wieder eine Tastatur ausfällt, schaut mich der Chef an und sagt: Wirst du jetzt schon wieder ein neues Ding drucken?. Und ich bin glücklich, während sich das Filamentpulver auf meinem Schreibtisch ansammelt.