Die 3D-Technologie ermöglicht es Werbetreibenden, physische Prototypen von Produkten oder Werbeszenarien zu erstellen, ohne auf teure Hersteller angewiesen zu sein. Für eine Schuhkampagne kann beispielsweise ein maßstabsgetreues Modell gedruckt und mit kontrollierter Beleuchtung fotografiert werden, wodurch wochenlange Wartezeiten entfallen. Zu den benötigten Programmen gehören Blender für die Modellierung, Cura für das Slicing und ein Drucker wie der Creality Ender 3.
Vom digitalen Konzept zum greifbaren Objekt in Stunden 🖨️
Der Workflow beginnt mit der Modellierung in Blender oder Fusion 360, wo Texturen und Details angepasst werden. Anschließend wird als STL exportiert und in Cura verarbeitet, um Schichten von 0,2 mm und Stützen zu definieren. Der PLA-Druck dauert je nach Größe zwischen 4 und 8 Stunden. Für eine professionelle Oberfläche wird geschliffen und mit dem Airbrush lackiert. Dies ermöglicht es dem Werbetreibenden, dem Kunden ein reales Objekt zu zeigen, bevor in die Massenproduktion investiert wird, und Formen und Farben im Briefing zu validieren.
Wenn der Kunde kurzfristig Änderungen wünscht 😅
Nichts geht über das Gesicht des Kunden, wenn man ihm sagt, der Prototyp der neuen Verpackung sei fertig, und er antwortet, das Logo solle 20 % größer sein. Dann heißt es neu drucken, das ausgehende PLA verfluchen und weitere sechs Stunden warten. Wenigstens kann man, während der Drucker arbeitet, so tun, als würde man auf dem Handy Kennzahlen überprüfen. Allerdings ist der Geruch von geschmolzenem Kunststoff im Büro realer als jede virale Marketingkampagne.