Koen Doens, hochrangiger Beamter der Europäischen Kommission, hat beim EIT-Rohstoffgipfel in Brüssel die Karten auf den Tisch gelegt. Laut Doens geht es im Kampf um Materialien wie Lithium, Kobalt oder Graphit nicht mehr nur um den Abbau, sondern um die vollständige Kontrolle über die gesamte Lieferkette. Wer die Veredelung und die industrielle Kapazität beherrscht, hat den Schlüssel zur Energiewende in der Hand.
Vom Erz zum Chip: Die technische Kette, die die Zukunft bestimmt ⚙️
Die Herausforderung besteht nicht nur darin, Erde zu fördern, sondern sie zu verarbeiten. Lithium benötigt hochreine Raffinerien für Batterien, und Kobalt erfordert ethische und effiziente Lieferketten. Europa versucht, seine Abhängigkeit von China zu verringern, das 60 % der weltweiten Veredelung kontrolliert. Der Schlüssel liegt in Investitionen in lokale Verarbeitungs- und Recyclinganlagen sowie in Abkommen mit Ländern wie Chile oder Australien. Ohne diese Infrastruktur ist das Erz wenig wert.
Das neue Gold: Jetzt stellt sich heraus, dass Kobalt mehr Macht hat als Öl 😅
Doens vergleicht diese Mineralien mit dem Öl des 20. Jahrhunderts, jedoch mit einer komischen Wendung: Früher wurden Kriege um Rohöl geführt, heute um Seltene Erden und Graphit. Die Ironie ist, dass während die Politiker diskutieren, Spekulanten bereits Minen im Kongo und in Chile kaufen. Am Ende wird derjenige die Macht haben, der das beste Handyladegerät besitzt. Oder der mehr alte Batterien recycelt.