Die 3D-Technologie dient nicht nur zum Entwerfen von Autos oder Prothesen. In einem Hotel kann die Hausdame sie nutzen, um den genauen Zustand jedes Zimmers vor und nach der Reinigung zu dokumentieren. Das Scannen einer Suite mit einem Tiefensensor ermöglicht es, Schäden, vergessene Gegenstände oder Veränderungen an der Einrichtung zu erkennen und Konflikte mit Gästen zu vermeiden. Ein klares Beispiel: Wenn ein Gast behauptet, die Lampe sei bereits kaputt gewesen, beweist der vorherige Scan dies ohne Diskussion.
Programme und Hardware für die Zimmerkontrolle 🛠️
Zur Implementierung dieses Systems wird ein tragbarer 3D-Scanner wie der Matterport Pro2 oder ein iPhone mit der App Scaniverse benötigt, der Punktwolken erzeugt. Die Verwaltungssoftware kann Autodesk ReCap zur Datenverarbeitung sein oder Plattformen wie Arqspatial, die die 3D-Modelle mit dem Reinigungsbericht integrieren. Es gibt auch die Möglichkeit, fest installierte LiDAR-Sensoren an den Türen zu verwenden, die das Zimmer beim Schließen erfassen. Die Einstiegskosten liegen bei etwa 500 Euro für ein einfaches mobiles Gerät.
Schluss mit der Ausrede des Pullovers im Schrank 🧥
Endlich kann die Hausdame beweisen, dass dieser gestreifte Pullover, den der Gast angeblich im Schrank gelassen hat, nie dort war. Der 3D-Scanner lügt nicht, selbst wenn der Gast schwört, ihn in Mailand gekauft zu haben. Allerdings muss man der Rezeption erklären, dass das digitale Modell weder den Geruch von billigem Parfüm noch den Weinfleck auf dem Teppich enthält. Die Technologie schreitet voran, aber der Humor der Gäste bleibt ein ungelöstes Rätsel.