Katsuhito Ishii ist ein japanischer Realfilmemacher, dessen Vision das experimentelle Anime nachhaltig geprägt hat. Als regelmäßiger Mitarbeiter von Madhouse vermischt seine Ästhetik Popkultur, Surrealismus und einen coolen visuellen Stil, der Konventionen herausfordert. Werke wie Redline (Originaldrehbuch) und Trava: Fist Planet sind Beispiele seines Markenzeichens: flüssige Animation, gesättigte Farben und Erzählweisen, die aus dem Rahmen fallen.
Der technische Motor einer unmöglichen Ästhetik 🎨
Ishii schreibt nicht nur; sein technischer Ansatz ist entscheidend. In Redline verwendete das Studio Madhouse über 100.000 handgezeichnete Bilder, um eine Flüssigkeit zu erreichen, die digital wirkt. Er konzipierte die Geschichte als Hybrid aus traditioneller Animation und Realfilm, mit Plansequenzen und unmöglichen Zooms, die der Physik des Zeichnens trotzen. Seine Zusammenarbeit mit Takeshi Koike bei Trava: Fist Planet definierte einen Stil direkter Animation ohne Füllmaterial, bei dem jedes Einzelbild zählt. Ganz zu schweigen von seiner Verwendung von Farbpaletten, die wie aus einem kontrollierten LSD-Trip wirken.
Wie man einen Ishii-Film überlebt, ohne zu halluzinieren 🤯
Einen Film von Ishii zu sehen, ist, als würde man in einer Waschmaschine bei 1200 Umdrehungen mit einem Comic aus den 70ern und einer Funk-Platte darin stecken. Wenn du Trava siehst, versuche nicht, der Handlung beim ersten Mal zu folgen; lass dich besser von den Farben und Explosionen treiben. Und wenn dir jemand sagt, dass Redline ein normaler Rennfilm ist, glaube ihm nicht: Es ist eine Dokumentation darüber, wie man 7 Jahre seines Lebens in 102 Minuten kontrolliertem Chaos zeichnet. Am Ende fragt man sich normalerweise, ob der Filmemacher nüchtern war. Spoiler: Wahrscheinlich nicht.