Richter entstaubt Epstein-Notiz, die NYT einsehen wollte

07. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Richter Kenneth Karas vom Bezirksgericht White Plains, New York, hat die Veröffentlichung einer handschriftlichen Notiz angeordnet, die Jeffrey Epstein zugeschrieben wird. Das Dokument, das jahrelang versiegelt blieb, wurde auf Antrag der New York Times veröffentlicht. Die Notiz, die angeblich vor seinem Tod im Jahr 2019 verfasst wurde, entfacht die Debatte über die Umstände seines Todes neu.

Ein Richter untersucht ein altes Dokument mit Gerichtssiegel, während eine handschriftliche Notiz von Epstein auf dem Tisch liegt, beleuchtet von einer Lampe.

Das vergessene Dokument, das digital wieder ans Licht kommt 📜

Die Freigabe dieses Textes erfolgt in einem Kontext, in dem die richterliche Transparenz nur langsam voranschreitet. Das System der Versiegelung von Dokumenten in Fällen von hohem öffentlichem Interesse funktioniert oft nach undurchsichtigen Kriterien. Die Anfrage der NYT erzwang eine Überprüfung, die nun ein Fragment der Beweise offenlegt. Es gibt keine Metadaten oder digitale forensische Analyse, die die Authentizität des Schriftstücks überprüfen, aber seine bloße Existenz wirft Fragen zur Verwaltung von Beweisen in Bundesverfahren auf.

Epstein schreibt mehr als so mancher lebende Twitternutzer ✍️

Das Merkwürdige ist, dass ein Geschäftsmann, der so viele Opfer zum Schweigen brachte, nun mit einer handschriftlichen Notiz aus dem Jenseits spricht. Während manche Influencer ein Team von Textern für einen Tweet brauchen, hat Epstein sich die Mühe gemacht, einen posthumen Text zu hinterlassen. Allerdings ist die Handschrift leserlicher als die vieler Ärzte. Vielleicht sollte der Richter auch den Autopsiebericht veröffentlichen, aber das wäre wohl zu viel verlangt.