Der 19-jährige spanische Tennisspieler Rafael Jódar, an Position 27 gesetzt, bereitet sich auf sein Debüt bei Roland Garros vor. In der ersten Runde trifft er auf den US-Amerikaner Aleksandar Kovacevic, Nummer 94 der ATP-Weltrangliste. Die Auslosung lächelt dem jungen Spieler zu, der Jannik Sinner bis zu einem hypothetischen Finale aus dem Weg gehen würde – ein Weg, den viele erfahrene Spieler ohne Zögern unterschreiben würden.
Technische Analyse: Jódars Spiel auf Sand 🎾
Jódar stützt sein Spiel auf einen schweren Drive und eine Beweglichkeit, die ihm eine solide Verteidigung ermöglicht. Seine Vorhand erzeugt weite Winkel, während die beidhändige Rückhand Tiefe sucht, um den Platz zu öffnen. Der Aufschlag, zwar kein Raketenschlag, gewinnt durch Effet an Präzision. Kovacevic hingegen setzt auf flache Power und direkte Aufschläge. Der Schlüssel wird darin liegen, wie Jódar die langen Ballwechsel meistert, bei denen seine Ausdauer und seine Fähigkeit, das Tempo zu erhöhen, den Amerikaner zermürben können.
Jódar weicht Sinner aus: Die Auslosung ist ein in Ziegelstaub gehülltes Geschenk 🏆
Dass ein an Nummer 27 gesetzter Spieler dem Nummer-1-Spieler bis zum Finale ausweicht, ist kein Wunder, sondern eine Auslosung mit gutem Los. Jódar kann den Organisatoren danken, dass er es nicht schon im Achtelfinale mit Sinner aufnehmen muss, auch wenn er dafür zunächst Kovacevic und einige andere überwinden muss. Wenn die Auslosung ein mit Rosen gepflasterter Weg ist, Vorsicht vor den Dornen: Im Tennis halten Favoritenrollen so lange wie ein Lob auf einem Sandplatz.