Italien fordert die EU auf, Energiekosten in Steuerbefreiungen einzubeziehen

05. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Der italienische Wirtschaftsminister Giancarlo Giorgetti hat die Europäische Union aufgefordert, die Ausnahmen des Stabilitätspakts auf die gestiegenen Energiekosten auszuweiten, zusätzlich zu den bereits für Verteidigungsausgaben geltenden. Der Vorschlag stützt sich auf die nationalen Schutzklauseln des Plans Prontezza 2030, der Abweichungen von bis zu 1,5 % des jährlichen BIP bis 2028 erlaubt.

Ein italienischer Minister zeigt auf ein Diagramm der Energiekosten in der EU, neben Steuerdokumenten und dem Logo des Stabilitätspakts.

Das technische Dilemma der Erfassung von Energie als Verteidigung 🤔

Aus technischer Sicht stellt der Vorschlag buchhalterische und aufsichtsrechtliche Herausforderungen. Die Integration der Energiekosten in die Schutzklauseln würde erfordern, zu definieren, welcher Prozentsatz der Energieausgaben kritisch für die nationale Sicherheit ist und welcher auf Marktineffizienzen zurückzuführen ist. Die Europäische Kommission müsste einheitliche Kriterien festlegen, um zu verhindern, dass Länder diesen Weg nutzen, um strukturelle Defizite zu verschleiern, was die Haushaltsdisziplin des Blocks erschweren würde.

Brüssel: Von der Defizitkontrolle zur Bezahlung der Stromrechnung 💡

Giorgetti schlägt vor, dass, wenn die Verteidigung bereits freie Hand beim Ausgeben hat, auch die Energie ihren eigenen Freibrief verdient. Bald werden wir Minister sehen, die fordern, dass der Morgenkaffee als Ausgabe für die nationale Sicherheit deklariert wird, um den Stabilitätspakt zu umgehen. In der Zwischenzeit wird Brüssel Kunststücke vollführen, damit die 1,5 % des BIP nicht am Ende die Rechnungen von halb Europa bezahlen. Der fiskalischen Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.