Eine vom Gesundheitsforschungsinstitut von Aragonien (IIS Aragón) geleitete Studie sucht nach einem therapeutischen Angriffspunkt zur Behandlung von Endometriose, ohne den Hormonzyklus zu beeinträchtigen. Diese chronische Krankheit betrifft in Aragonien mehr als 30.000 Frauen und verursacht lähmende Schmerzen. Soledad Alonso, Präsidentin von Adaena, beschreibt eine Realität, in der der Schmerz so intensiv ist, dass er die Lebensqualität der Betroffenen drastisch einschränkt.
Seneszente Zellen als möglicher Angriffspunkt für eine präzisere Behandlung 🔬
Das Team des IIS Aragón hat seneszente Zellen im ektopen Endometriumgewebe als möglichen Angriffspunkt identifiziert. Diese Zellen, die sich nicht mehr teilen, aber auch nicht absterben, setzen entzündungsfördernde Faktoren frei, die die Schmerzen verstärken. Die Forschung zielt darauf ab, Medikamente zu entwickeln, die diese Zellen selektiv eliminieren, ohne die Hormonrezeptoren zu beeinträchtigen. Sollte dies gelingen, könnte die Endometriose behandelt werden, während der Menstruationszyklus erhalten bleibt und die Nebenwirkungen der derzeitigen Hormonbehandlungen vermieden werden.
Die schlechte Nachricht: In der Zwischenzeit muss man weiter mit den Schmerzen leben 😔
Wie so oft bei wissenschaftlichen Fortschritten ist die Lösung nicht von heute auf morgen da. Während die Forscher in Zaragoza an ihrem vielversprechenden Angriffspunkt arbeiten, werden die Betroffenen weiterhin auf Wärme, Schmerzmittel und den Trick zurückgreifen müssen, sich schlafend zu stellen, damit die Termine beim Gynäkologen nicht den ganzen Tag in Anspruch nehmen. Die Wissenschaft macht Fortschritte, aber der Schmerz versteht vorerst keine Fristen.