Die Zeitung DI Mallorca hat am 13. Mai 2026 eine Galerie mit vier Bildern veröffentlicht, die das Innere der Behelfsunterkünfte zeigen, die in einem geräumten Supermarkt im Zentrum von Ibiza gefunden wurden. Die Fotografien dokumentieren die prekären und unhygienischen Wohnbedingungen dieser improvisierten Räume und verdeutlichen eine soziale Realität, die nach der Schließung des Geschäfts zutage tritt. Die Nachricht ist im Kontext der wachsenden Wohnungsproblematik und der irregulären Besetzungen in den Touristengebieten der Balearen zu sehen.
Das Low-Cost-Design: Wie Social Engineering die Architektur übertrifft 🏚️
Aus technischer Sicht stellen diese Unterkünfte einen extremen Fall der Raumadaptierung dar. Die Bilder zeigen, wie die Lagermodule und Regale des Supermarkts genutzt wurden, um separate Wohnkabinen zu schaffen, unter Verwendung von recycelten Materialien wie Pappe, Kunststoffen und Stoffen. Der Mangel an Belüftung, das Fehlen grundlegender sanitärer Einrichtungen und die Überbelegung sind offensichtlich. Dieses Phänomen ist in Gebieten mit hohem touristischem Druck nicht neu, wo Immobilienspekulation die Mieten in die Höhe treibt und einige Bewohner dazu zwingt, extreme Lösungen in verlassenen Geschäftsräumen zu suchen.
Das neue Supermarktkonzept: Alles inklusive, bis zum Wohnzimmer 🛒
Wer hätte gedacht, dass der Gang mit den Milchprodukten einmal das Hauptschlafzimmer werden würde oder dass die Tiefkühlabteilung in ein Studio mit Blick auf die Kühlkammer umgewandelt würde. Allerdings ist das Freizeitangebot begrenzt: Es gibt kein WLAN, aber der Geruch von abgelaufenen Produkten und die Feuchtigkeit begleiten einen rund um die Uhr. Ein echter Immobilien-Schnapper, wenn man bedenkt, dass die Mietpreise auf Ibiza so hoch sind, dass selbst ein Einkaufswagen eine gute Option für die Nacht zu sein scheint.