Die 3D-Technologie verändert die Ausbildung von Pflegekräften grundlegend, indem sie die Erstellung präziser anatomischer Modelle und Verfahrenssimulatoren ermöglicht. Sie sind nicht länger nur auf generische Puppen oder Leichen angewiesen. Mit einem geeigneten Drucker und der passenden Software können sie Nachbildungen von Organen oder Venen herstellen, um Kanülierungen, Injektionen oder Wundversorgung ohne Risiko für den Patienten zu üben. Ein klares Beispiel ist der Druck von Armen mit künstlichen Venen für das Training der intravenösen Punktion.
Programme und Arbeitsabläufe zur Erstellung medizinischer Simulatoren 🛠️
Zum Entwurf dieser Modelle werden Programme wie Blender oder Meshmixer verwendet, um STL-Dateien zu bearbeiten, die von CT-Scannern oder aus Repositorien wie Embodi3D stammen. Anschließend werden sie mit einem Slicer wie Cura oder PrusaSlicer verarbeitet, um den G-Code für den Drucker zu generieren. Empfohlen werden flexible Filamente wie TPU zur Simulation von Haut- oder Gewebetextur sowie weiche Harze in SLA-Druckern für feine Details. Der Prozess erfordert die Kalibrierung von Dichte und Temperatur, um eine realistische Konsistenz zu erreichen.
Wenn die Übungspuppe dich mit Groll ansieht 😅
Der Vorteil ist, dass du einen Arm mit sichtbaren Venen drucken, zehnmal hintereinander daneben stechen kannst und der Plastikpatient sich weder beschweren noch eine Beschwerde einreichen wird. Der Nachteil ist, dass das Modell, wenn du vergisst, Stützen in den Druck einzufügen, mit Löchern herauskommt und eher wie ein Emmentaler Käse als wie ein menschlicher Arm aussieht. Zumindest wird, wenn du neben die Vene stichst, kein echtes Blut austreten, sondern nur ein wenig farbige Flüssigkeit, die deinen Kittel befleckt.