Forscher der EPFL haben ein holografisches 3D-Drucksystem entwickelt, das 70-mal weniger Energie verbraucht als bisherige Methoden. Mit dieser Technik gelang es ihnen, ein menschliches Ohr in Originalgröße zu drucken – ein Fortschritt mit Potenzial für biogedruckte Implantate in der rekonstruktiven Medizin. Der Schlüssel liegt in der Steuerung der Phase des Lichtstrahls anstelle der Helligkeit, wodurch mehr Laserleistung erhalten bleibt.
Phasensteuerung und Zelllebensfähigkeit in streuenden Medien 🧬
Das System manipuliert die Phase des Lichts, nicht seine Intensität, wodurch der Laser seine Leistung behält und Medien durchdringen kann, die Licht streuen, wie solche, die lebende Zellen enthalten. In einem Test behielt ein Konstrukt mit eingebetteten Zellen nach sechs Tagen seine Lebensfähigkeit und bildete organisierte Netzwerke. Dies bringt den volumetrischen Druck näher an reale medizinische Anwendungen, bei denen Präzision und Zellüberleben grundlegende Anforderungen sind.
Das gedruckte Ohr, das keine Batterien braucht, aber Licht 🤖
Endlich ein Ohr, das nicht nur echt aussieht, sondern auch weder Batterie noch Firmware-Update benötigt. Die Erfindung der EPFL druckt Gewebe mit Laserhologrammen – das klingt nach Science-Fiction aus den 80ern, funktioniert aber. Allerdings: Wenn du ein Ohr erwartet hast, das besser hört als deines, musst du dich gedulden: Derzeit ist es nur ein Testkonstrukt, wenn auch mit lebenden Zellen, die Netzwerke bilden, als ob sie die Kontrolle über den Körper übernehmen wollten.