Die 3D-Technologie verändert die Tiermedizin, indem sie die Planung komplexer Operationen mit exakten Patientenmodellen ermöglicht. Ein Hund mit einer komplizierten Beckenfraktur kann mit einer gedruckten chirurgischen Führung operiert werden, was Zeit und Fehler reduziert. Programme wie 3D Slicer zur Segmentierung von Scans und Fusion 360 zur Konstruktion von Implantaten sind Schlüsselwerkzeuge in diesem Wandel.
Digitales Modellieren und Biomodelle für die Tierchirurgie 🐾
Der Prozess beginnt mit einem CT oder MRT des Tieres. Die DICOM-Datei wird in 3D Slicer oder InVesalius verarbeitet, um den beschädigten Knochen oder das Gewebe zu isolieren. Anschließend wird in Meshmixer das Netz bereinigt und die Prothese oder Schiene konstruiert. Der Druck in PLA oder Titan ermöglicht die Herstellung maßgeschneiderter Implantate. Dies vermeidet die Bevorratung von Standardgrößen und erleichtert die Anpassung an Rassen mit untypischer Anatomie, wie Windhunde oder Bulldoggen.
Wenn die Katze sich weigert, beim Scanner zu kooperieren 😼
Das größte Problem ist nicht die Software, sondern eine Katze davon zu überzeugen, im CT stillzuhalten. Ich habe Kollegen gesehen, die Plüschsocken und Thunfisch als Beruhigungsmittel einsetzen. Und wenn das 3D-Modell des Femurs schief wird, weil der Patient sich bewegt hat, muss die Untersuchung wiederholt werden. Letztendlich schreitet die Technologie voran, aber die feline Widerstandsfähigkeit bleibt die härteste technische Herausforderung.