Die Logopädie konzentriert sich auf die Korrektur von Sprach-, Stimm- und Schluckstörungen, wobei häufig visuelle oder physische Materialien verwendet werden. Die 3D-Technologie ermöglicht die Erstellung personalisierter Objekte, die das Verständnis des Patienten erleichtern. Beispielsweise kann ein Logopäde ein anatomisches Modell der Mundhöhle ausdrucken, um die genaue Position der Zunge bei der Aussprache eines bestimmten Phonems zu zeigen.
Modellierung und Software für die Personalisierung von Übungen 🖨️
Für die Gestaltung dieser Hilfsmittel werden Programme wie Blender oder Tinkercad verwendet, um die Teile zu modellieren. Ein praktisches Beispiel: Es wird ein künstlicher Gaumen mit Erhebungen gedruckt, die die Zunge zum richtigen Artikulationspunkt für den Laut /r/ führen. Der Logopäde scannt den Mund des Patienten mit einem kostengünstigen 3D-Scanner, passt das Design an und sendet es an einen FDM-Drucker mit PLA-Filament, einem sicheren und kostengünstigen Material für den klinischen Einsatz.
Wenn der Patient ein Phonem in mattem PLA verlangt 😅
Klar, nichts geht über einen fünfjährigen Jungen, der den 3D-Gaumen ablehnt, weil die Farbe nicht zu seinem Lieblingssuperhelden passt. Der Logopäde erklärt mit Pokerface, dass das himmelblaue Filament die Aussprache nicht beeinflusst, aber der Kleine besteht auf Rot. Am Ende druckst du das Teil neu und tröstest dich mit dem Gedanken, dass du wenigstens keinen Umhang modellieren musstest. Die Technologie schreitet voran, aber die Verhandlungen mit Kindern sind ewig.