Kirchen in Saragossa als Zuflucht vor geschlechtsspezifischer Gewalt

16. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Die Stadtverwaltung von Saragossa und das Erzbistum haben eine wegweisende Vereinbarung unterzeichnet, um fünf Kirchengemeinden zu sicheren Anlaufstellen für Frauen, die von geschlechtsspezifischer Gewalt betroffen sind, zu machen. Bürgermeisterin Natalia Chueca und Erzbischof Carlos Escribano besiegelten das Abkommen in der Kirche Nuestra Señora de Montserrat. Misshandelte Frauen können hier Informationen über städtische Ressourcen erhalten, wie Unterstützungsdienste und professionelle Beratung.

Eine Bürgermeisterin und ein Erzbischof unterzeichnen eine Vereinbarung in einer hell erleuchteten Kirche, Symbol eines sicheren Zufluchtsortes gegen geschlechtsspezifische Gewalt.

Technologie im Dienste des Aufnahmenetzwerks 🛡️

Um dieses Netzwerk zu koordinieren, hat die Stadtverwaltung ein Geolokalisierungssystem entwickelt, das in die städtische App Zaragoza Activa integriert ist. Die angeschlossenen Kirchengemeinden verfügen über Geräte mit direkter Verbindung zur Notrufzentrale 016. Das Protokoll beinhaltet einen stillen Alarmknopf, der die örtliche Polizei benachrichtigt, ohne Verdacht zu erregen. Die Kirchen bieten öffentliches WLAN und Tablets, damit die Betroffenen auf Hilfsformulare und Terminvereinbarungen mit Sozialarbeitern zugreifen können.

Low-Cost-Beichtstühle für die göttliche Bürokratie 🙏

Jetzt können sich die Opfer bei einem städtischen Beamten statt bei einem Priester beichten, auch wenn das Verfahren genauso ewig dauert. Die Kirchengemeinden bieten damit einen neuen Service: bürokratische Beratung mit Weihrauchduft. Allerdings kommt die Hilfe zu den Öffnungszeiten der Zwölf-Uhr-Messe, also wenn du an einem Montagnachmittag Opfer wirst, bete besser, dass sie nicht vorzeitig schließen. Zumindest funktioniert der Panikknopf, ohne dass man eine Münze in den Opferstock werfen muss.