Google hat kostenlose KI-Tools für den Bildungsbereich veröffentlicht, wie Gemini in Classroom. Sie ermöglichen es Lehrkräften, Aufgaben zu erstellen und Materialien flexibel anzupassen. Die Maßnahme zielt darauf ab, die bürokratische Belastung zu verringern, eröffnet aber eine unvermeidliche Debatte: Stehen wir vor einer stillen Ersetzung der Lehrkräfte oder lediglich vor einem einfachen Hilfsmittel? 🤖
Wie Gemini in Classroom funktioniert und seine technischen Grenzen 🧠
Gemini in Classroom ist in das Google Workspace-Ökosystem integriert. Es analysiert den Lehrplan und schlägt Übungen vor, die an das Niveau jedes Schülers angepasst sind. Es kann auch Texte zusammenfassen oder Prüfungsfragen generieren. Allerdings ist seine Fähigkeit begrenzt: Es versteht den emotionalen Kontext des Klassenzimmers nicht und kann nicht auf unerwartete Fragen improvisieren. Die KI folgt Mustern, sie denkt nicht. Für die Bürgerschaft bedeutet dies eine mögliche Personalisierung des Lernens, jedoch stets unter Aufsicht eines Menschen.
Automatische Korrektur: der Traum eines jeden Lehrers (und der Albtraum des Schülers) ✍️
Stellen Sie sich eine Zukunft vor, in der die KI Ihre Aufsätze korrigiert. Schluss mit dem Anstreichen von Fehlern mit rotem Stift. Aber auch Schluss mit der Note 1 für einen kreativen Aufsatz, den die Maschine nicht versteht. Der Lehrer wird zum Coach, der sagt: Die Maschine hat dir eine 4 gegeben, aber mir gefällt dein Stil. Die KI nimmt lästige Arbeit ab, aber sie nimmt auch die Möglichkeit, den Lehrer mit Ausreden wie Meine Prüfung wurde gelöscht zu täuschen. Ironien des Fortschritts.