Hiroaki Ando ist ein Regisseur, der die Integration hochwertiger CGI zu seinem Markenzeichen gemacht hat und regelmäßig mit Polygon Pictures zusammenarbeitet. Sein Ansatz zielt darauf ab, dass die digitale Animation dieselbe Spannung und Rohheit traditioneller Zeichnungen vermittelt, mit einer ausgeprägten Vorliebe für düstere Science-Fiction-Welten und viszerale Atmosphären.
Die Verschmelzung von menschlicher Linie und digitalem Render 🎨
Ando beschränkt sich nicht darauf, Polygone auf den Bildschirm zu werfen. Seine Methodik priorisiert dynamische Beleuchtung und aggressiven Kontrast, um die Textur von Bleistift auf Papier zu simulieren. In Produktionen wie Ajin behält die Bewegung der Charaktere eine bewusste Steifheit bei, die an Stop-Motion erinnert, während er in Gambo (Short Peace) brüchige, organische Texturen erforscht. Das Ergebnis ist ein 3D, das nicht nach plastischer Perfektion strebt, sondern nach der Ausdruckskraft der unvollkommenen Linie.
Wenn CGI menschlicher wird als so mancher Mensch 🤖
Das Merkwürdige ist, dass Ando, während viele Studios versuchen, ihre 3D-Figuren wie Gummi oder glänzendes Plastik aussehen zu lassen, seine digitalen Kreaturen so gestaltet, als wären sie mit Tusche und schlechter Laune von Hand gezeichnet. Seine Monster und Halbmenschen haben mehr Ausdrucksfalten als so mancher Schauspieler aus Fleisch und Blut. Und das alles ohne Gesichts-Motion-Capture, nur mit reiner bösartiger Geometrie und mürrischen Shadern.