Der kolumbianische Journalist Mateo Pérez, 25 Jahre alt, wurde am Freitag in einer nordwestlichen Region des Landes, die von Guerilleros, Drogenhändlern und illegalen Minenarbeitern kontrolliert wird, tot aufgefunden. Pérez, Direktor des digitalen Mediums El Confidente de Yarumal, war am Dienstag verschwunden, als er über ein ländliches Gebiet in Antioquia berichtete. Sein Tod reiht sich in die wachsende Liste ermordeter Kommunikatoren in Kolumbien ein.
Ortungstechnologie versagt in bewaffneten Konfliktgebieten 📡
Der Fall Pérez zeigt die Grenzen von Geolokalisierungssystemen in Regionen ohne Netzabdeckung auf. Werkzeuge wie Satellitenortung oder verschlüsselte Messaging-Apps sind auf eine stabile Infrastruktur angewiesen, die in von bewaffneten Gruppen kontrollierten Gebieten fehlt. Geräte mit Offline-GPS und Notfallbaken könnten Alternativen bieten, aber ihre Nutzung ist unter ländlichen Journalisten nicht verbreitet. Der Mangel an Investitionen in Konnektivität und digitale Sicherheitsprotokolle setzt diese Fachleute einem Risiko aus.
Die einzige sichere App in Yarumal ist die, um ein Taxi in ein anderes Land zu rufen 🚕
Während die Behörden fordern, in hochmoderne Technologie für Journalisten zu investieren, kommt in Yarumal das Handysignal nur an, wenn der Wind günstig steht. Die Kollegen von Pérez schlagen vor, dass es besser wäre, vor einer Überwachungsdrohne erst einmal eine funktionierende Ampel zu installieren. Vorerst ist das wirksamste Werkzeug, um nicht zu verschwinden, das Haus nicht zu verlassen. Oder in eine Stadt mit mehr Internet und weniger Gewehren umzuziehen.