Die in Aragonien während dieses Frühlings verzeichneten Hagelstürme und starken Regenfälle haben erhebliche Schäden in der Landwirtschaft verursacht. Nach Schätzungen von Agroseguro sind mehr als 6.700 Hektar geschädigt worden, was hauptsächlich Obst- und Getreidekulturen betrifft. Die Region ist damit die drittgrößte geschädigte Fläche in Spanien, nur hinter Kastilien-La Mancha und Kastilien und León.
Satellitentechnologie zur Echtzeit-Schadensbewertung 🛰️
Die Bewertung dieser Schäden stützt sich auf Überwachungssysteme mittels Satelliten und Drohnen, die mit multispektralen Sensoren ausgestattet sind. Diese Werkzeuge ermöglichen es Agroseguro, den Prozentsatz der betroffenen Parzelle mithilfe von Vegetationsindizes wie dem NDVI zu berechnen. Die Daten werden mit Algorithmen des maschinellen Lernens verarbeitet, die historische Wettervariablen mit dem tatsächlichen Zustand der Kulturpflanzen abgleichen, wodurch die Bearbeitungszeit für die Schadensbegutachtung von Wochen auf Tage verkürzt und die Abwicklung von Entschädigungen erleichtert wird.
Der aragonesische Himmel, jetzt auch Experte für Zwangsschnitt 🌩️
Die Landwirte, die es bereits gewohnt waren, mit dem Klima zu verhandeln, haben erlebt, wie der Hagel zum neuen Schnittberater geworden ist. Allerdings ein Berater, der nicht warnt, kein Honorar verlangt und obendrein die Obstbäume hinterlässt, als wäre eine Dampfwalze darübergefahren. Wenigstens werden die Entschädigungen schnell kommen, vorausgesetzt, der Papierkram beschließt nicht, Urlaub zu machen.