Das Museo del Prado präsentiert A la manera de Italia, eine Ausstellung, die über hundert Werke aus 31 spanischen und 25 ausländischen Institutionen vereint. Kuratiert von Joan Molina Figueras, analysiert die Schau, wie spanische Künstler Modelle des italienischen Trecento, wie Giotto und Simone Martini, assimilierten und sie mit der französischen und byzantinischen Gotik verschmolzen. Für diesen Anlass wurden 21 Stücke restauriert.
Restaurierung und Analyse: Technologie im Dienste der mittelalterlichen Kunst 🛠️
Das technische Team wandte Röntgenaufnahmen, Infrarotreflektografie und stratigraphische Analysen an 21 Werken an, um verborgene Schichten von Vorzeichnungen und Originalpigmenten zu enthüllen. Diese Verfahren ermöglichten die Identifizierung von Blattvergoldungstechniken, transluzenten Glasuren und der Verwendung von importiertem Lapislazuli. Die hochauflösende Digitalisierung erleichterte den stilistischen Vergleich zwischen spanischen Werkstätten und denen in Siena oder Florenz und dokumentierte zuvor unsichtbare ikonografische Entlehnungen.
Wenn das Kopieren der Italiener Mode war (und niemand es Plagiat nannte) 😏
Die spanischen Künstler des 14. Jahrhunderts hatten kein Instagram, aber sie praktizierten bereits den kulturellen Like: Sie liehen sich die Madonnen von Simone Martini aus, fügten einen byzantinischen Goldgrund hinzu und kleideten sie in französisch-gotische Faltenwürfe. Das Ergebnis war ein visueller Potpourri, den wir heute multikulturelle Inspiration nennen würden. Allerdings ohne Urheberrechte oder Nutzungsgebühren. Jede Ähnlichkeit mit dem Trecento war reine künstlerische Absicht.