Frankreich umwirbt das englischsprachige Afrika: der Gipfel von Nairobi

10. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Frankreich sucht neue Verbündete im englischsprachigen Afrika, um seinen Rückzug in der Sahelzone auszugleichen. Der von Macron und Ruto in Nairobi gemeinsam geleitete Afrika-Forward-Gipfel ist der erste dieser Art, den Paris in einem nicht traditionell englischsprachigen Land organisiert. Zwei Tage lang wird die französisch-afrikanische Partnerschaft neu definiert, mit Schwerpunkt auf Sicherheit, Investitionen und grüner Energie.

Präsident Macron und Ruto schütteln sich in Nairobi die Hände, mit Flaggen Frankreichs, Kenias und der EU im Hintergrund, was die diplomatische Wende hin zum englischsprachigen Afrika symbolisiert.

Grüne Energie und Unterseekabel: die technologische Wette 🌍

Der französische Plan umfasst die Finanzierung von Solar- und Windparks in Kenia sowie die Verlegung neuer Glasfaser-Unterseekabel, die den Indischen Ozean mit Europa verbinden. Ziel ist es, chinesische Konkurrenten im Bereich der digitalen Infrastruktur zu verdrängen. Vorgesehen ist auch die Ausbildung lokaler Streitkräfte mit satellitengestützten Überwachungssystemen, eine Ressource, die Frankreich bereits im Tschad und in Mali mit gemischten Ergebnissen getestet hat.

Der neue Freund von Paris: derjenige, der kein Französisch spricht 😄

Macron hat entdeckt, dass es jenseits der frankophonen Länder ein Leben gibt. Nun versucht er, Kenianer davon zu überzeugen, dass das Baguette und der kenianische Kaffee die perfekte Kombination sind. Das Lustige ist, dass man in Abidjan, während Paris Zusammenarbeit verkauft, noch immer daran denkt, dass der CFA-Franc nicht verhandelbar ist. Aber gut, zumindest wird hier niemand von ihm verlangen, mit einem Akzent von der Elfenbeinküste Französisch zu sprechen.