Fragilisierung und Explosion eines Flüssigwasserstofftanks

12. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Im vergangenen Monat ereignete sich in einer Anlage zur Speicherung von flüssigem Wasserstoff eine katastrophale Explosion während der Befüllung eines kryogenen Tanks. Der zunächst auf Überdruck zurückgeführte Fehler verbarg ein komplexeres Phänomen: die Wasserstoffversprödung von Edelstahl. Dieser Artikel erläutert, wie eine 3D-Pipeline, die FLACS, GOM Inspect, RealityCapture und Unreal Engine kombiniert, es ermöglichte, den Unfall zu rekonstruieren, den tatsächlichen Sicherheitsradius zu bestimmen und einen digitalen Zwilling für Schulungen zu erstellen.

3D-Simulation einer Explosion in einem Flüssigwasserstofftank mit Versprödungsanalyse und digitalem Zwilling

Forensische Rekonstruktion mit FLACS und GOM Inspect 🔍

Die Analyse begann mit der Fotogrammetrie der Umgebung mittels RealityCapture, wodurch ein präzises 3D-Modell des Logistikhafens und der Tanktrümmer erstellt wurde. Mit GOM Inspect wurden die Bruchflächen des Edelstahls gescannt, wobei Mikrorisse sichtbar wurden, die charakteristisch für Wasserstoffversprödung sind – ein blinder Fleck in den Wartungsprotokollen. Diese Daten speisten eine Simulation in FLACS, die die Freisetzung des verflüssigten Gases und dessen Zündung modellierte. Die Simulation berechnete die Druckwelle und ihre Ausbreitung und verglich sie mit dem theoretischen Sicherheitsradius von 150 Metern. Das Ergebnis war vernichtend: Der tatsächliche Radius tödlicher Schäden betrug 220 Meter, was die bestehenden Evakuierungspläne ungültig machte.

Digitale Zwillinge für zukünftige Sicherheit 🛠️

Die Rekonstruktion blieb nicht in einem statischen Bericht stecken. Das Team integrierte die FLACS-Simulation und das 3D-Modell der Umgebung in Unreal Engine und schuf so einen interaktiven digitalen Zwilling des Unfalls. Diese Umgebung ermöglicht es Bedienern und Sicherheitsteams, die Explosion in Echtzeit zu durchlaufen, die Versprödung des Stahls zu visualisieren und Reaktionsprotokolle zu üben. Die Lehre ist klar: Wasserstoffversprödung ist kein theoretisches Versagen, sondern ein greifbares Risiko, das regelmäßige Überprüfungen mit 3D-Scannern und dynamische Simulationen erfordert, um die Sicherheitsradien an die betriebliche Realität anzupassen.

Was war die Grundursache der kryogenen Versprödung, die zur Explosion des Flüssigwasserstofftanks während der Befüllung führte, und welche Sicherheitsmaßnahmen hätten sie verhindern können?

(PS: Katastrophen zu simulieren macht Spaß, bis der Computer abstürzt und du selbst die Katastrophe bist.)