Fragilisierung durch Wasserstoff in Verdichterschaufeln: Dreidimensionale Simulation des Bruchs

29. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Ein mit reinem Wasserstoff betriebener Verbrennungsmotor hat einen katastrophalen Bruch der Turbolader-Schaufeln erlitten. Der bei einem Prüfstandstest registrierte Ausfall deutet auf ein als Wasserstoffversprödung bekanntes Phänomen hin. 3D-Simulationswerkzeuge wie VGSTUDIO MAX, SolidWorks CFD und Siemens NX ermöglichen die Analyse, ob die atomare Diffusion von H2 im hochfesten Stahl die Zähigkeit des Materials verringert und so den Bruch durch Mikropartikelaufprall begünstigt hat.

3D-Simulation eines Bruchs durch Wasserstoffversprödung in Verdichterschaufeln eines Verbrennungsmotors

Forensische Analyse: Tomographie, CFD und Finite Elemente 🔍

Der Untersuchungsprozess beginnt mit der Computertomographie (VGSTUDIO MAX), um die gebrochene Geometrie zu scannen und innere Einschlüsse oder Mikrorisse zu erkennen. Gleichzeitig simuliert SolidWorks CFD die Strömung von heißem Wasserstoff unter hohem Druck über die Schaufeln und berechnet die Zonen mit der höchsten Gaskonzentration. Schließlich führt Siemens NX eine Finite-Elemente-Analyse durch, die die Wasserstoffdiffusion mit dem Spannungsfeld koppelt. Die Ergebnisse zeigen, dass sich Wasserstoff an den Vorderkanten ansammelt und die Bruchenergie des Stahls um bis zu 40 % reduziert. Im Gegensatz zu einem konventionellen Benzinmotor, bei dem Luft als inertes Medium wirkt, dringt der Wasserstoff hier in das Kristallgitter des Metalls ein, bricht Bindungen auf und erzeugt Sprödigkeit.

Lehren für die Ermüdungssimulation in Wasserstoffmotoren ⚙️

Dieser Fall zeigt, dass die Materialermüdung in Wasserstoffumgebungen nicht mit Standard-Stahlparametern modelliert werden kann. Die atomare Diffusion verwandelt einen geringen Aufprall eines Oxidpartikels in einen katastrophalen Bruch. Für Simulationsingenieure besteht die Herausforderung darin, Diffusionsmodelle für Wasserstoff in die Hochzyklus-Ermüdungsanalysen zu integrieren, was Werkzeuge wie Siemens NX bereits über Benutzerroutinen ermöglichen. Dieses Phänomen bei der Auslegung von Turboladern für Wasserstoffmotoren zu ignorieren, bedeutet, einen vorzeitigen Ausfall zu garantieren.

Als Ingenieur, der die Wasserstoffversprödung in Verdichterschaufeln simuliert, welche Eingangsparameter des Diffusions- und mechanischen Spannungsmodells halten Sie für am kritischsten, um den Ausgangspunkt des katastrophalen Bruchs in einer 3D-Simulation genau vorherzusagen?

(PS: Materialermüdung ist wie Ihre nach 10 Stunden Simulation.)