Fotogrammetrie in drei Dimensionen enthüllt Haie als Übeltäter für Kabeldurchtrennungen unter Wasser

23. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Ein transatlantisches Glasfaserkabel fällt ohne ersichtlichen Grund aus. Die Ingenieure setzen ein ROV ein, das mit hochauflösenden Kameras ausgestattet ist, um den Schaden zu inspizieren. Bissspuren in der Polyethylen-Ummantelung sind offensichtlich, aber die Schlüsselfrage bleibt offen: welche Meeresart den Bruch verursacht hat und ob die inneren Fasern den Angriff überlebt haben. Die Antwort liegt nicht im Ozean, sondern in einem dreidimensionalen Modell, das durch Unterwasser-Fotogrammetrie erstellt wurde.

3D-Fotogrammetrie eines Seekabels mit Bissspuren eines Hais, detailliertes Modell für die forensische Meeresanalyse

Forensische Rekonstruktion mit Agisoft Metashape und MeshLab 🦈

Der Prozess beginnt mit der Aufnahme von Hunderten von Bildern des beschädigten Segments, die aus verschiedenen Winkeln vom Unterwasserfahrzeug aufgenommen werden. Diese Bilder werden in Agisoft Metashape verarbeitet, um eine dichte Punktwolke und ein hochgenaues Polygonnetz des gebissenen Bereichs zu erzeugen. Das Modell wird nach MeshLab exportiert, wo Glättungsfilter angewendet und Falschfarben-Tiefenkarten berechnet werden. Diese Karten zeigen das genaue Eindringen der Zähne in das Polyethylen und ermöglichen die Messung, ob der Schaden die Kevlar-Schicht oder die Glasfasern selbst erreicht hat. Der dreidimensionale Zahnabdruck wird mit Datenbanken von Kiefern von Haien und anderen Meeresräubern verglichen. Die Morphologie der Spuren, insbesondere der Abstand zwischen den Schneidezähnen und die Krümmung des Zahnbogens, weist direkt auf eine bestimmte Art hin, wie den Blauhai oder den Makohai, und schließt Angriffe von Walen oder Schwertfischen aus.

Auswirkungen auf die Ingenieurwissenschaften und die Meeresbiologie 🔬

Dieser Arbeitsablauf zeigt, dass die wissenschaftliche 3D-Visualisierung nicht nur zur Dokumentation dient, sondern auch für kritische Entscheidungen. Die Ingenieure bestätigen, dass, obwohl die äußere Ummantelung durchbohrt ist, die inneren Glasfasern intakt bleiben, was einen kostspieligen Austausch des Kabels vermeidet. Für Meeresbiologen ermöglicht das Modell die Untersuchung des Verhaltens von Raubtieren, ohne sie fangen zu müssen. Der logische nächste Schritt ist die Simulation des Angriffswinkels und der Bisskraft in Blender unter Anwendung von Soft-Body-Dynamiken, um den Kreis zwischen Fernbeobachtung und Unterwasser-Biomechanik zu schließen.

Wie Punktwolken, die durch 3D-Fotogrammetrie erzeugt werden, verarbeitet und analysiert werden, um Bissspuren von Haien von anderen mechanischen Schäden an Seekabeln zu unterscheiden

(PS: Mantarochen zu modellieren ist einfach, schwierig ist es, dass sie nicht wie schwimmende Plastiktüten aussehen)