Foster and Partners auf der Anklagebank wegen tödlichem Glas in London

16. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Das renommierte Architekturbüro Foster and Partners steht in London wegen des Todes von Mick Ferris, einem 53-jährigen Busfahrer, vor Gericht. Am 2. Oktober 2018 fiel eine Glasscheibe aus dem 25. Stock des Gebäudes The Corniche. Die Anklage weist auf Sicherheitsmängel an den Dachbodenlüftungen hin.

Eine Glasscheibe fällt aus dem 25. Stock des Gebäudes The Corniche in London, während unten ein Bus vorbeifährt.

Der technische Fehler hinter der abgelösten Scheibe ⚙️

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Dachbodenlüftungen, die sich in The Corniche, einem Gebäude gegenüber der Tate Britain, nach außen öffneten. Laut Anklage erzeugten diese Öffnungen unvorhergesehene Drücke auf die Glasscheiben, was zu deren Ablösung führte. Das Design, das demselben Team wie das von The Gherkin zugeschrieben wird, berücksichtigte nicht die Materialermüdung unter wiederholten Windlasten – ein grundlegender Fehler in der Fassadentechnik.

Das Glas, das den Dachboden nicht sah 🪟

Es scheint, dass man bei Foster and Partners dachte, gehärtetes Glas sei unbesiegbar, wie ein Büro-Superheld. Aber der Peitschenhieb des Londoner Winds bewies das Gegenteil: Eine Scheibe aus dem 25. Stock beschloss, Urlaub zu machen und landete auf einem Bus. Nun muss das Büro vor Gericht erklären, ob seine Lüftungen dazu dienten, das Gebäude zu belüften oder tödliches Konfetti zu werfen.