Staatsanwaltschaft stoppt Ermittlungen zu ETA-Mitgliedern in Venezuela

12. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Die Audiencia Nacional stößt bei ihrem Versuch, untergetauchte ETA-Mitglieder aufzuspüren, auf ein neues Hindernis. Die Staatsanwaltschaft hat den Antrag des Ermittlungsrichters abgelehnt, die mögliche Anwesenheit von ETA-Mitgliedern in Venezuela zu untersuchen, mit der Begründung, dass die Geheimdienstberichte keine soliden Anhaltspunkte liefern, die die Eröffnung einer Ermittlungslinie in diesem Land rechtfertigen würden.

Ein spanischer Richter in Robe blickt auf eine Karte Venezuelas, während die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen mit einem versiegelten Aktenordner stoppt.

Die digitale Spur als forensisches Werkzeug 🔍

Bei Flüchtigenfällen sind die Geolokalisierung mobiler Geräte und die Analyse verschlüsselter Kommunikation oft entscheidend. Jedoch erschweren die fehlende internationale Zusammenarbeit und die Undurchsichtigkeit beim Zugang zu Daten venezolanischer Betreiber die Nachverfolgung. Ohne Metadaten aus sozialen Netzwerken oder Aufzeichnungen von IP-Verbindungen reduziert sich die Geheimdienstarbeit auf Vermutungen, was die Skepsis der Staatsanwaltschaft gegenüber dem richterlichen Antrag erklärt.

Suche nach ETA-Mitgliedern: schwieriger als kostenloses WLAN zu finden 📡

Es scheint, dass das Auffinden mutmaßlicher ETA-Mitglieder in Venezuela komplizierter geworden ist, als ein offenes WLAN-Signal in einer Wüste zu finden. Die Staatsanwaltschaft sieht mit ihrer Anwaltslupe nicht einmal einen Schatten eines Beweises, während der Richter darauf besteht, unter den Teppich zu schauen. Vielleicht wird als Nächstes ein Vorstellungsvideo der Flüchtigen mit der ETA-Flagge im Hintergrund und einem Wohnsitznachweis verlangt.