Das Gesetz über digitale Märkte der Europäischen Union zwingt große Plattformen dazu, auf mobilen Geräten Bildschirme zur Auswahl des Browsers anzuzeigen. Seit März 2024 wurde Firefox auf diesen Bildschirmen über sechs Millionen Mal ausgewählt. Die Daten von Mozilla zeigen, dass diese Nutzer eine fünfmal höhere Bindungsrate als der Durchschnitt aufweisen, was die Auswirkungen der Maßnahme auf den digitalen Wettbewerb belegt.
Der DMA-Effekt variiert je nach Betriebssystem 📊
Der Anstieg der täglich aktiven Nutzer von Firefox unterscheidet sich deutlich zwischen den Plattformen. Bei iOS erreicht der Anstieg 113 % im Vergleich zu dem, was ohne die DMA erwartet worden wäre, während er bei Android nur 12 % beträgt. Mozilla führt diesen Unterschied darauf zurück, dass Safari auf iOS vorinstalliert war, ohne echte Alternative, während Android bereits einen gewissen Browserwechsel erlaubte. Die Organisation hält die Maßnahme für positiv, aber unzureichend, und fordert ein ähnliches System für Computer, insbesondere unter Windows.
Microsoft, der Bildschirm zur Auswahl, der nie kommt 🍏
Mozilla feiert die sechs Millionen Klicks, weist aber darauf hin, dass die Sache auf dem Desktop anders aussieht. Windows bietet immer noch keinen Bildschirm zur Browserauswahl an, sodass Edge weiterhin der Standard für diejenigen ist, die nicht wissen, dass es etwas jenseits des blauen Symbols gibt. Es ist, als ob man im Obstladen nur Äpfel sehen dürfte und dann gefragt würde, ob man eine Birne probieren möchte. Die Antwort lautet meistens: Birne, was ist das?