FFmpeg, die quelloffene Multimedia-Bibliothek, hat einen bedeutenden Schritt gemacht, indem sie die Unterstützung für Apple ProRes RAW erweitert hat. Das neue Update ermöglicht die Dekodierung dieses Formats mithilfe der Vulkan-API und übertrifft damit die im letzten Jahr eingeführte Standard-ProRes-Videobeschleunigung. Apple ProRes RAW bietet eine überlegene Bildqualität und Farbwiedergabe bei der Verarbeitung von Rohdaten des Kamerasensors, und seine Verarbeitung ist nun auf unterschiedlicher Hardware zugänglicher.
Vulkan als Brücke zwischen RAW und Rendering 🚀
Die Implementierung basiert auf dem nativen ProRes-RAW-Decoder von FFmpeg, der nun Daten direkt über Vulkan an die GPU übertragen kann. Dies beseitigt Engpässe in der CPU und erleichtert den Bearbeitungsworkflow. Die Unterstützung umfasst 12- und 16-Bit-Bitmaps und nutzt Compute-Shader zur Rekonstruktion der Pixel. Obwohl es keine Wunderlösung ist, reduziert es die Latenz auf Systemen mit kompatiblen GPUs und bringt das RAW-Format näher an Benutzer ohne Apple-Hardware.
Endlich können PCs so tun, als wären sie ein Mac Pro 😅
Bisher war die Arbeit mit ProRes RAW unter Windows oder Linux wie der Versuch, einen Eiswürfel in eine Mikrowelle zu stecken: möglich, aber mit erbärmlichen Ergebnissen. Mit diesem Update gibt FFmpeg deiner Desktop-GPU die Chance, sich wichtig zu fühlen, auch wenn sie immer noch kein Final Cut Pro ausführen kann. Zumindest kannst du RAW-Clips decodieren, ohne dass der Lüfter deines Towers wie ein Föhn klingt. Allerdings: Erwarte nicht, dass Apple dich zur Party einlädt.