Ein katastrophaler Ausfall in einem automatisierten Lager hätte mit Simulationssoftware vorhergesagt werden können. Die Bodenabtastung ergab eine minimale Neigung, die für das menschliche Auge nicht wahrnehmbar war und die Flugbahn der Roboter leicht ablenkte. Monatelang prallten sie wiederholt gegen denselben Abschnitt des Regals, was zu Mikrorissen führte, die unter zyklischer Belastung zum vollständigen Einsturz der Struktur führten.
Integration von Simio und Ansys Mechanical für die Ermüdungsanalyse 🏗️
Der Schlüssel zur Analyse liegt in der Kombination zweier Werkzeuge. Zunächst modelliert Simio die Logistik des Lagers als ein System diskreter Ereignisse und quantifiziert die genaue Häufigkeit, mit der jeder Roboter den kritischen Punkt passiert. Diese Frequenz wird in eine Lastgeschichte übersetzt, die in Ansys Mechanical importiert wird. Dort wird mittels Finiter Elemente die kumulative Wirkung jedes Aufpralls simuliert: Eigenspannungen, plastische Verformung und Rissausbreitung. Die Simulation bestätigt nicht nur den Ausfall, sondern ermöglicht auch die Identifizierung der Bodenneigungsschwelle, die die Ermüdung auslöst. CloudCompare kommt ins Spiel, indem es die Punktwolke der ersten Abtastung mit der des eingestürzten Zustands vergleicht und so die von Ansys vorhergesagte Verformung visuell validiert. Revit dient wiederum dazu, die ursprüngliche Geometrie des Regals zu rekonstruieren und das präzise Netz für die Analyse zu erzeugen.
Lehren für die Gestaltung robotischer Infrastrukturen ⚙️
Dieser Fall zeigt, dass die Materialermüdung in automatisierten Umgebungen nicht nur von der Festigkeit des Stahls abhängt, sondern von der dynamischen Wechselwirkung zwischen Boden, Struktur und Maschinen. Ein Gefälle von Millimetern kann katastrophal sein, wenn nicht der gesamte Lastzyklus simuliert wird. Die Lehre ist klar: Die Integration der Simulation diskreter Ereignisse mit der Strukturanalyse ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit, um die Sicherheit und Langlebigkeit der Lager der Zukunft zu gewährleisten.
Wie wirkt sich die Genauigkeit der Bodenabtastung auf die Zuverlässigkeit von Vorhersagen zur Strukturermüdung in automatisierten Regalen aus, die wiederholten Aufprällen ausgesetzt sind?
(PS: Materialermüdung ist wie deine nach 10 Stunden Simulation.)