Ermüdung von Polymeren: Der Fall des kollabierten Wetterballons

29. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Ein Höhenforschungsballon fiel vorzeitig aus, bevor er die Stratosphäre erreichte. Die geborgenen Polymerreste wurden einer 3D-forensischen Analyse unterzogen, um die Grundursache zu ermitteln. Dieser technische Artikel beschreibt den Arbeitsablauf, der optische Messtechnik, CAD-Modellierung und Finite-Elemente-Simulation kombinierte, um zu zeigen, dass ein Mikrofehler in der Blasform als Spannungskonzentrator wirkte und unter der Ausdehnung durch niedrigen atmosphärischen Druck einen katastrophalen Riss auslöste.

Finite-Elemente-Simulation eines Risses in einem Polymerballon, expandiert durch niedrigen atmosphärischen Druck

Forensischer Arbeitsablauf: Scannen, Vernetzen und Simulation in der Membran 🔬

Der Prozess begann mit dem 3D-Scannen des geborgenen Polymerfragments mit GOM Inspect. Die resultierende Punktwolke wurde in Siemens NX importiert, um die Oberfläche zu rekonstruieren und ein verfeinertes Netz im Bereich des Bruchs zu erzeugen. Es wurde ein Mikrohohlraum mit einem Durchmesser von 0,2 mm identifiziert, der durch eine während des Blasvorgangs eingeschlossene Luftblase entstanden war. Dieses geometrische Modell wurde nach Abaqus exportiert, wo eine Membrananalyse mit Schalenelementen und einem abnehmenden Innendruck, der die Höhe simulierte, durchgeführt wurde. Die Ergebnisse zeigten einen Spannungskonzentrationsfaktor (Kt) von über 3,5 am Rand des Fehlers, der die Zugfestigkeit von PET bei -40 Grad Celsius überschritt.

Modellvalidierung und Lehren für die Ermüdungssimulation ⚙️

Das Modell wurde validiert, indem der simulierte Rissverlauf mit den im Elektronenmikroskop des realen Polymers beobachteten Strandmarken verglichen wurde. Die Übereinstimmung betrug 95 %, was bestätigte, dass der Bruch nicht auf Überdruck, sondern auf eine durch einen Prozessfehler induzierte Einzelzyklusermüdung zurückzuführen war. Für Simulationsingenieure unterstreicht dieser Fall die Notwendigkeit, reale Fertigungstoleranzen in Finite-Elemente-Modelle einzubeziehen, insbesondere bei der Analyse von Membranen, die großen Verformungen und thermischen Gradienten ausgesetzt sind, wie z. B. Stratosphärenballons.

Welche Parameter der Kriech- und UV-Ermüdung könnten beim Entwurf des Wetterballons übersehen worden sein, was zu seinem vorzeitigen Kollaps vor dem Erreichen der Stratosphäre führte?

(PS: Materialermüdung ist wie deine nach 10 Stunden Simulation.)