Fate of Atlantis: als Indiana Jones drei Wege und einen vierten Film hatte

09. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

1992 veröffentlichte LucasArts Indiana Jones and the Fate of Atlantis, ein Grafik-Adventure, das etwas Ungewöhnliches bot: drei verschiedene narrative Wege, um das Spiel abzuschließen. Viele Fans betrachten dieses Werk als den wahren vierten Film des Archäologen – den, der nie gedreht, aber mit Pixeln und cleveren Dialogen programmiert wurde.

Indiana Jones junto a Sophia Hapgood, con tres caminos marcados en un mapa antiguo y píxeles de 1992.

Die SCUMM-Engine und narrative Verzweigungen als technische Herausforderung 🎮

Die Entwicklung nutzte die bereits bei LucasArts etablierte SCUMM-Engine, jedoch mit einer Neuerung: die Implementierung von drei spielbaren Pfaden (Teamwork, Kampf und Rätsel), ohne die narrative Kohärenz zu brechen. Jeder Pfad teilte sich Schauplätze, veränderte aber Dialoge, Gegenstände und Rätsel. Die Programmierer bewältigten diese Komplexität mit einem System aus Flags und Variablen, das es dem Spieler erlaubte, an bestimmten Punkten den Ansatz zu wechseln, obwohl das Finale in derselben Sequenz auf der Insel Atlantis zusammenlief. Eine bemerkenswerte Leistung narrativer Planung für die damalige Zeit.

Drei Wege, eine Peitsche und null Shia-LaBeouf-Filme 🏺

Während Harrison Ford im Kino alterte und ihm 2008 ein widerlicher Sohn zur Seite gestellt wurde, löste Dr. Jones hier alles mit seinem Hut, seiner Peitsche und der Hilfe von Sophia Hapgood. Ohne Aliens, ohne schreckliche digitale Effekte und mit einem Drehbuch, das den Charakter respektierte. Die drei Spielpfade sind ironischerweise kohärenter als die Handlung von Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels. Und das, obwohl einer davon den Kampf gegen einen riesigen Roboter beinhaltet.