Ehemaliger Sumo-Ringer, Stadtrat und nun in Yatsushiro der Bestechung angeklagt

11. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Yoshio Narimatsu, Stadtrat von Yatsushiro und ehemaliger Sumo-Ringer, wurde festgenommen, weil er Bestechungsgelder in Höhe von 60 Millionen Yen im Zusammenhang mit dem Bau des neuen Rathauses angenommen haben soll. Sechsmal in Folge wiedergewählt, erreichte er den Vorsitz des Stadtrats und führte die Fraktion der Liberaldemokratischen Partei. Sein autoritäres und einschüchterndes Verhalten gegenüber Gemeindemitarbeitern verbreitete Angst in der lokalen Verwaltung, wo sein Einfluss über Jahre hinweg unangefochten blieb.

Ehemaliger Sumo-Ringer, jetzt wegen Bestechung festgenommener Stadtrat, mit autoritärem Blick und Rechtsdokumenten in einem Gemeindebüro.

Öffentliche Vergabesysteme und die Anfälligkeit für politischen Einfluss 🏛️

Ausschreibungsverfahren in japanischen Gemeinden umfassen in der Regel Transparenzmechanismen wie die Veröffentlichung von Ausschreibungsunterlagen und die Bewertung durch technische Ausschüsse. Fälle wie dieser offenbaren jedoch Risse, wenn ein Politiker mit langjähriger Macht Beamte unter Druck setzt, um bestimmte Auftragnehmer zu bevorzugen. Der Mangel an Rotation in Schlüsselpositionen und die Kultur der hierarchischen Loyalität ermöglichen es, dass technische Entscheidungen durch persönliche Interessen außer Kraft gesetzt werden, was den Zweck des offenen Wettbewerbs untergräbt.

Vom Sumo-Ring in den Ring der Politik: Bestechungsgriffe 🤼

Narimatsu wechselte davon, Gegner auf dem Dohyō zu werfen, dazu, millionenschwere Projekte nach Gutdünken zu vergeben. Wenn im Sumo der Yokozuna Respekt einflößt, flößte er im Stadtrat Angst ein. Der Unterschied ist, dass im Ring die Kampfrichter Regelverstöße ahnden, während sich im Rathaus niemand traute, ihn zu stoppen, bis die Staatsanwaltschaft ihm einen direkten Yorikiri in die Gefängniszelle verpasste. Wenigstens sind seine Griffe jetzt Handschellen, keine Verträge.