Einem Bericht der EFPIA zufolge ist der Zugang zu neuen Arzneimitteln in Europa eine geografische Lotterie. Während Deutschland sie in 56 Tagen bereitstellt, verlangt Rumänien 1.201 Tage Wartezeit. Im Jahr 2025 haben nur 28 % der Medikamente eine vollständige öffentliche Kostenübernahme, gegenüber 42 % im Jahr 2019. Patienten im Norden erhalten Behandlungen bis zu siebenmal schneller als jene im Süden und Osten.
Der Flaschenhals der Finanzierungssysteme 🏥
Die Diskrepanz ist nicht technischer, sondern bürokratischer Natur. Jedes Land wendet seine eigenen Preis- und Erstattungsbewertungen an, ein Prozess, der sich auf 37 Monate ausdehnen kann. Deutschland und Österreich führen mit agilen Systemen zur Nutzenbewertung, während Länder wie Portugal oder Litauen undurchsichtige und langsame Prozesse mit sich ziehen. Der europäische Median von 532 Tagen verbirgt gegensätzliche Realitäten: 56 Tage gegenüber 1.201 Tagen. Die regulatorische Fragmentierung macht Europa zu einem Mosaik inkompatibler Fristen.
Das europäische Pharma-Roulette 🎲
Wenn Sie in Rumänien leben, werden Sie besser nicht krank. Oder doch, aber mit Geduld: 1.201 Tage Wartezeit reichen aus, um die Packungsbeilage mehrmals zu lesen. Währenddessen wird Ihnen in Deutschland das Medikament verschrieben, bevor Sie die erste Rate Ihrer Zuzahlung bezahlt haben. Die EU verspricht einen Binnenmarkt, aber Ihre Postleitzahl entscheidet, ob Sie in zwei Monaten gesund werden oder erst, wenn Ihre Enkel die Universität abgeschlossen haben.