Europa der zwei Geschwindigkeiten beim Zugang zu Medikamenten

22. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Einem Bericht der EFPIA zufolge ist der Zugang zu neuen Arzneimitteln in Europa eine geografische Lotterie. Während Deutschland sie in 56 Tagen bereitstellt, verlangt Rumänien 1.201 Tage Wartezeit. Im Jahr 2025 haben nur 28 % der Medikamente eine vollständige öffentliche Kostenübernahme, gegenüber 42 % im Jahr 2019. Patienten im Norden erhalten Behandlungen bis zu siebenmal schneller als jene im Süden und Osten.

Europäische Karte mit einer unterbrochenen pharmazeutischen Lieferkette, ein Schnellzug mit deutscher Flagge liefert Medikamente in 56 Tagen, während ein gestoppter Karren mit rumänischer Flagge 1201 Tage benötigt, nördliche Regionen leuchten mit vollständiger Abdeckung, während südliche und östliche Regionen verblassen, eine gesprungene Uhr zeigt den Rückgang der Abdeckung von 42 % auf 28 % zwischen 2019 und 2025, filmische technische Illustration, fotorealistische Darstellung, dramatischer Schattenverlauf über den Kontinent, leuchtende rote und blaue Datenlinien zeichnen ungleichen Zugang nach, ultra-detaillierte medizinische Fläschchen und Verpackungen auf der Kartenoberfläche verstreut, kontrastreiche Industriebeleuchtung, technischer Visualisierungsstil

Der Flaschenhals der Finanzierungssysteme 🏥

Die Diskrepanz ist nicht technischer, sondern bürokratischer Natur. Jedes Land wendet seine eigenen Preis- und Erstattungsbewertungen an, ein Prozess, der sich auf 37 Monate ausdehnen kann. Deutschland und Österreich führen mit agilen Systemen zur Nutzenbewertung, während Länder wie Portugal oder Litauen undurchsichtige und langsame Prozesse mit sich ziehen. Der europäische Median von 532 Tagen verbirgt gegensätzliche Realitäten: 56 Tage gegenüber 1.201 Tagen. Die regulatorische Fragmentierung macht Europa zu einem Mosaik inkompatibler Fristen.

Das europäische Pharma-Roulette 🎲

Wenn Sie in Rumänien leben, werden Sie besser nicht krank. Oder doch, aber mit Geduld: 1.201 Tage Wartezeit reichen aus, um die Packungsbeilage mehrmals zu lesen. Währenddessen wird Ihnen in Deutschland das Medikament verschrieben, bevor Sie die erste Rate Ihrer Zuzahlung bezahlt haben. Die EU verspricht einen Binnenmarkt, aber Ihre Postleitzahl entscheidet, ob Sie in zwei Monaten gesund werden oder erst, wenn Ihre Enkel die Universität abgeschlossen haben.