Die 3D-Technologie verändert die Podologie grundlegend, indem sie es ermöglicht, die exakte Form des Fußes in Sekundenschnelle zu erfassen. Mit einem 3D-Scanner erhält der Podologe ein detailliertes digitales Modell, wodurch Fehler bei herkömmlichen Abdrücken mit Gips oder Schaumstoff vermieden werden. Dies verbessert die Diagnose und die Herstellung von maßgefertigten Einlagen, Orthesen oder Maßschuhen.
Vom Scan zur Fertigung: digitaler Workflow 🖨️
Der Prozess beginnt mit einem 3D-Scanner wie dem Artec Eva oder dem Shining 3D, der die Geometrie des Fußes erfasst. Die Datei wird in Software wie Meshmixer oder Blender verarbeitet, um das Netz zu bereinigen und Parameter anzupassen. Anschließend wird die Orthese in speziellen CAD-Programmen wie Delcam OrthoModel oder NX konstruiert. Schließlich wird sie mit flexiblen Filamenten wie TPU oder biokompatiblen Harzen in 3D gedruckt, sodass in wenigen Stunden ein funktionales Teil entsteht.
Abschied von Gips und Matsch-Socke 😅
Früher ging der Patient mit gipsverschmierten Füßen und einem Gesichtsausdruck nach Hause, der Muss das sein? sagte. Heute erledigt der 3D-Scanner die Arbeit in 30 Sekunden und ohne zu schmutzig zu werden. Allerdings verliert der Podologe die Ausrede, dich zu bitten, die Socken auszuziehen und 10 Minuten zu warten, während der Gips aushärtet. Der Fortschritt hat seine kleinen Tragödien.