Der Essayist Paul Klotz warnt vor den Enhanced Games, einer vom amerikanischen Transhumanismus finanzierten Veranstaltung. Seiner Analyse zufolge normalisiert dieser Wettbewerb Doping unter ärztlicher Aufsicht und verwandelt den Sport in eine Show, in der genetische Manipulation die natürliche Anstrengung ersetzt. Klotz weist darauf hin, dass es sich um die Rückkehr des römischen Zirkus handelt, jedoch mit weißen Kitteln und Spritzen.
Gentechnik: der neue Motor der sportlichen Leistung 🧬
Der technische Vorschlag der Enhanced Games basiert auf der Abschaffung der Anti-Doping-Beschränkungen und der Zulassung kontrollierter genetischer Modifikationen. Dies reicht von der Bearbeitung mit CRISPR zur Steigerung der Muskelmasse bis hin zur Insertion von Genen, die die Sauerstoffaufnahme verbessern, wie das für Erythropoetin. Der Ansatz ist rein pragmatisch: Wenn die Technologie einen Athleten schneller machen kann, wird sie ohne ethische Bedenken angewendet. Die Frage ist, ob der Sport zu einem wandelnden Labor wird.
Goldmedaillen oder Reagenzglasmedaillen? Das Dilemma des Athleten 2.0 🏅
Stell dir das Podest vor: Der Erste erhält seine Medaille, der Zweite injiziert sich einen Gen-Cocktail und der Dritte fragt nach der Nummer seines Arztes. Die Enhanced Games versprechen Rekorde, aber auch eine neue Risikosportart: sprinten, während deine Leber Proteine produziert, die sie nicht bestellt hat. Am Ende wird nur die Müdigkeit des Publikums natürlich sein, wenn es Menschen mit Patent sieht. Sollte jemand die Guinness-Rekorde informieren, sie werden ein Labor brauchen, um sie zu zertifizieren.