Der boricua Horror findet sein literarisches Herz mit Neo-Pulps

15. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Das Horror-Genre in Puerto Rico wächst aus einer kleinen, aber leidenschaftlichen Nische heraus. Autoren, Filmemacher und Künstler erforschen die Angst mit lokaler Identität. In dieser Szene entsteht Neo-Pulps! Publishing, eine Initiative von Melanie Ramos (Melevill the Demonatrix) und ihrem Partner, die auf Pulp-Erzählungen mit inseltypischem Flair setzen.

Ein boricua-Pulp-Magazin-Cover: eine karibische Gargoyle über kolonialen Ruinen, mit einem offenen Buch, das rotes und grünes Neonlicht ausstrahlt.

Vom digitalen Folklor zur Druckerpresse: der Produktionsprozess 👻

Neo-Pulps! kombiniert digitale Self-Publishing-Tools mit Print-on-Demand. Sie nutzen Designsoftware wie Affinity Publisher für das Layout von Texten und Illustrationen sowie Plattformen wie Draft2Digital für den globalen Vertrieb. Die lokale Produktion wird durch Druckereien auf der Insel unterstützt, die mit Recyclingpapier arbeiten und so Kosten senken. Die Anfangsauflage von 50 bis 200 Exemplaren ermöglicht es, den Markt ohne große finanzielle Risiken zu testen.

Schrecken auf der Insel verkaufen: Geschäft der Wenigen, Leidenschaft der Vielen 🎃

Horror auf einer Insel zu verkaufen, auf der die Sonne 11 Monate im Jahr scheint, hat seinen Reiz. Neo-Pulps! konkurriert mit dem Strand und Mofongo als Freizeitoptionen. Aber wenn man es schafft, dass jemand lieber über eine psychotische Ciguapa liest, bevor er an die Küste geht, hat man schon gewonnen. Der Markt ist klein, aber die Leser lokaler Horrorliteratur sind so treu wie ein Voodoo-Fluch.