Der neue Film von Takahisa Zeze, basierend auf dem Roman von Kanae Minato, taucht ein in den Schmerz einer Mutter nach dem Tod ihrer Tochter. Der Film erkundet Rache und Verlust, tut dies jedoch mit einer Begeisterung, die an das Unnötige grenzt. Die Erzählung konzentriert sich auf das menschliche Elend, ohne eine Reflexion zu bieten, die über die bloße Zurschaustellung des Leidens hinausgeht, und hinterlässt beim Zuschauer ein Gefühl der Leere.
Eine Inszenierung, die die erzählerische Leere verstärkt 🎬
Zeze verwendet eine nüchterne Fotografie und Nahaufnahmen, um die Figuren in ihrem Schmerz zu isolieren. Der Soundtrack mit minimalistischen Akkorden betont die Spannung, ohne Nuancen beizusteuern. Der Schnitt missbraucht jedoch die Stille und die Pausen und sucht nach einer Katharsis, die nie eintritt. Die Regie scheint mehr am unmittelbaren emotionalen Impact interessiert zu sein als am Aufbau einer Struktur, die es dem Publikum ermöglicht, das Trauma zu verarbeiten. Das Ergebnis ist technisch kompetent, entbehrt aber der nötigen Feinheit, um zu verhindern, dass sich der Zuschauer in einer Endlosschleife der Angst gefangen fühlt.
Rache, aber mit wenig Budget für Reflexion 🔨
Der Mutter bei ihrer Rachesuche zuzusehen ist, wie jemandem zuzusehen, der versucht, einen tropfenden Wasserhahn mit einem Vorschlaghammer zu reparieren: effektvoll, aber unverhältnismäßig. Der Film macht einem so sehr Lust zu weinen, wie man sich fragt, ob der Regisseur eine Wette verloren hat und alle fünfzehn Minuten eine Regenszene einbauen musste. Am Ende verlässt man das Kino mit der Gewissheit, dass, wenn Schmerz ein Gericht wäre, es hier roh und ungewürzt serviert wird.