Der erneuerbare Traum prallt auf die nukleare Realität

09. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Die Abschaltung von Kernkraftwerken schien für viele europäische Regierungen ein logisches Ziel zu sein. Die Prämisse war einfach: Diese Grundlast durch Wind- und Solarparks ersetzen. Doch die Fluktuation dieser Quellen und der Mangel an großflächigen Speichermöglichkeiten haben diesen Plan in einen budgetären und technischen Albtraum verwandelt, den niemand vorhergesehen hat.

Zwei Windkraftanlagen drehen sich vor grauen Wolken neben einem rauchenden Kernkraftwerk; Stromkabel fallen rissig zu Boden.

Die technische Falle der Fluktuation und Speicherung ⚡

Ein 1-GW-Kernkraftwerk läuft 90% des Jahres. Um diese Produktion mit Solarenergie zu erreichen, benötigt man Paneele, die auf einer Fläche von der Größe einer Kleinstadt verteilt sind, plus Batterien, die Energie für bewölkte Tage speichern können. Die aktuelle Speichertechnologie mittels Pumpspeicher oder Lithium skaliert nicht im nötigen Tempo. Deutschland hat es erfahren: Nach der Abschaltung seiner Reaktoren musste es Kohlestrom aus Frankreich importieren und Gaskraftwerke anzünden. Den direkten Ersatz gibt es nicht.

Der elektrische Flicken, den niemand wollte 🔌

Politiker versprachen einen sanften Übergang in eine glückliche Welt mit Windmühlen und Solarpaneelen. Die Realität ist, dass sie, um nicht im Dunkeln zu sitzen, die Laufzeit von Kohlekraftwerken verlängern und Abkommen mit Frankreich schließen mussten, um deren Atomstrom zu kaufen. Es ist, als würde man das Dieselauto verkaufen, um ein Fahrrad zu kaufen, aber am Ende einen Geländewagen mieten, weil der Arbeitsweg zu steil ist. Planung: null.