Die singende Maus, die einen Luftsack nutzt, um wie ein Vogel zu pfeifen

06. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Eine Studie der Universität Lausanne und der Universität von Texas in Austin hat den Mechanismus hinter den Pfeiflauten der Alston-Pfeifmaus enthüllt. Dieses kleine Nagetier aus Mittelamerika gibt etwa 10 Sekunden lange Gesänge mit rund 100 Tönen von sich, eine ungewöhnliche stimmliche Komplexität. Der Schlüssel liegt in einem aufblasbaren Luftsack in ihrem Kehlkopf, der es ihr ermöglicht, diese melodiösen Klänge zur Balz und zur Revierverteidigung zu erzeugen.

Eine Alston-Pfeifmaus mit aufblasbarem Luftsack im Kehlkopf pfeift Melodien, während sie in den Wald blickt.

Spitzenforschung: Ein Mikrofon im Kehlkopf 🎤

Die Forscher platzierten winzige Mikrofone im Kehlkopf der Maus und führten Hochgeschwindigkeits-CT-Scans durch. Sie entdeckten, dass sich ein Luftsack mit jedem Atemzug aufbläht und entleert und wie ein Resonanzkörper wirkt. Im Gegensatz zu anderen Nagetieren, die einfache Quietschlaute von sich geben, kontrolliert diese Maus den Luftstrom, um Frequenzen und Rhythmen zu modulieren. Die in Current Biology veröffentlichte Studie legt nahe, dass dieser Mechanismus analog zu dem einiger Vögel und Amphibien ist, und wirft Fragen zur Evolution der stimmlichen Kommunikation bei Säugetieren auf.

Der neue Künstler des Waldes? Verlangt keine Zugabe 🐭

Auch wenn es sich nach einem experimentellen Jazzkonzert anhört, hat die Pfeifmaus nur ein Repertoire an Pfeiflauten zum Anbandeln oder um Nachbarn zu vertreiben. Keine zehnminütigen Liebesballaden: Mit zehn Sekunden schneller Töne erfüllt sie bereits ihren Zweck. Falls du eines Tages siehst, wie eine ihr Kehlkopfsäckchen aufbläht, erwarte keine Zugabe. Sie ist wahrscheinlich eher daran interessiert, deinen Samen zu stehlen, als eine Welttournee zu machen.