Das Museo Nacional del Prado hat die Ausstellung Nach italienischer Art. Spanien und die mediterrane Gotik eröffnet, ein Projekt, das 102 Werke aus 31 spanischen und 25 ausländischen Institutionen vereint. Mit einem Budget von 1.287.225,33 Euro, so Direktor Miguel Falomir, erforscht die Ausstellung den italienischen Einfluss auf die spanische gotische Kunst vor der Renaissance. Viele Werke aus religiösem Kontext hatten sich seit 700 Jahren nicht bewegt.
Museumslogistik: Bewegung jahrhundertealter sakraler Kunst 🏛️
Der Transport von Werken, die sieben Jahrhunderte lang unbewegt waren, erforderte eine präzise technische Koordination. Das Team des Prado arbeitete mit Konservierungsexperten zusammen, um während des Transports und der Montage stabile Umgebungsbedingungen zu gewährleisten. Jedes Werk benötigte maßgefertigte Verpackungen, Vibrationssensoren und Feuchtigkeitskontrolle. Das Budget spiegelt nicht nur den Wert der Stücke wider, sondern auch die Komplexität des Transports von Kulturgut, das bis dahin nur von Gläubigen und Mönchen an seinen ursprünglichen Standorten gesehen worden war.
700 Jahre unbewegt und jetzt kommen sie mit dem Uber ins Prado 🚚
Stell dir vor, du verbringst sieben Jahrhunderte in einer verlorenen Kapelle, siehst Kriege und Reformen vorbeiziehen, und plötzlich wirst du wie ein IKEA-Möbel verpackt, um nach Madrid zu reisen. Die Stücke sind nach einem Transport, der komplexer ist als viele heutige Umzüge, im Prado angekommen. Zumindest müssen sie nicht mit einer schwedischen Anleitung aufgebaut werden. Allerdings dürfte die Versicherung vergleichbar mit der einer Fußballnationalmannschaft sein.