Das Domkapitel von Saragossa steht vor einer doppelten Herausforderung bei der Restaurierung seiner historischen Umhänge. Einerseits mangelt es an qualifizierten lokalen Handwerkern, die mit traditionellen Techniken arbeiten können. Andererseits hat sich der Preis für Goldfaden in kurzer Zeit verdoppelt, von 2.800 auf 5.600 Euro pro Kilo, was die Kosten für ein Projekt in die Höhe treibt, das zwischen drei und vier Kilo des kostbaren Materials erfordert.
Textilrestaurierung als technische und materielle Herausforderung 🧵
Die Reparatur dieser Umhänge erfordert profunde Kenntnisse der Goldstickerei, einer Technik, die Metallfäden mit Seiden- oder Leinenträgern kombiniert. Der fehlende Generationswechsel unter den Handwerkern erschwert den Prozess, der die ursprüngliche Struktur des Gewebes respektieren muss. Die Verwendung von drei bis vier Kilo Goldfaden, dessen Kosten sich aufgrund der Kriegslage verdoppelt haben, zwingt zu Budgetanpassungen und zur Priorisierung der am stärksten beschädigten Stücke.
Gesegnet sei das Gold, aber zu 5.600 Euro das Kilo 💰
Bei himmelhohen Goldfadenpreisen bleibt dem Domkapitel nur zu beten, dass nicht noch mehr Umhänge ausfransen. Die Lösung scheint ein wirtschaftliches Wunder zu sein oder jener verlorene Handwerker zu finden, der aus Liebe zur Kunst arbeitet. In der Zwischenzeit müssen sich die Heiligen mit weniger Glanz begnügen – bessere Zeiten für Gold und Hingabe werden schon kommen.