1977 schlug DC Comics Jenny Blake Isabella ein anstößiges Konzept vor: ein Weißer, der mit Superkräften schwarz wird. Isabella lehnte ab und erschuf Black Lightning. Jahrzehnte später marginalisiert der Verlag seine schwarzen Figuren unter dem Vorwand, sie würden sich nicht verkaufen. Laut Zählung der Fans sind seit der letzten fortlaufenden Serie eines schwarzen Helden in der Hauptkontinuität 1.171 Tage vergangen.
Der Algorithmus des selbstverschuldeten Scheiterns 📉
DC rechtfertigt das Fehlen fortlaufender Serien schwarzer Figuren mit niedrigen Verkaufszahlen. Doch dieses Argument ignoriert den Teufelskreis: Ohne konstante Werbung und lange Serien ist es schwierig, eine Leserbasis aufzubauen. Marvel hingegen hält Titel wie Black Panther und Miles Morales ununterbrochen am Leben. Die einzige jüngste Ausnahme bei DC ist Absolute Green Lantern, die jedoch außerhalb der Kontinuität steht. Der Rest sind Miniserien, die keine langfristige Entwicklung ermöglichen.
Der Trick des Magiers: Jetzt siehst du es, jetzt verkauft es sich nicht 🎩
DC scheint die Logik eines Jahrmarktmagiers anzuwenden: eine schwarze Figur hervorholen, sie ein paar Monate in einer Miniserie zeigen und dann verschwinden lassen. Dann wundert man sich, dass sich niemand an sie erinnert. Es ist, als würde man einen Baum pflanzen, ihn einen Tag lang gießen und sich dann beschweren, dass er keine Früchte trägt. In der Zwischenzeit warten schwarze Fans weiterhin auf eine Serie, die länger hält als ein verlegerischer Seufzer.