Das deutsche Schienennetz, einst ein Symbol für Effizienz, zeigt einen Verfall, der das Bild eines Vorzeigelandes demontiert. Während Politiker mit ihrer Verwaltung prahlen, leiden Arbeiter und Studenten unter täglichen Verspätungen und Zugausfällen. Der Mangel an Investitionen in die Instandhaltung hat die Zugreise in eine Lotterie der Ungewissheit verwandelt, die jene benachteiligt, die für ihren Alltag auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind.
Veraltete Gleise: die technische Bürde der Deutschen Bahn 🚂
Die Signal- und Verkehrsleittechnik auf vielen deutschen Strecken stammt aus den 1970er Jahren. Systeme wie CIR-ELKE, die zur Kapazitätssteigerung entwickelt wurden, werden aufgrund fehlender Budgets nur tröpfchenweise implementiert. Während Länder wie die Schweiz oder Frankreich ihre Oberleitungen und Weichen erneuern, häuft Deutschland einen technischen Schuldenberg von 88 Milliarden Euro in der Schieneninfrastruktur an, so die Bundesnetzagentur.
Zauberlösung: Die Schuld den Bauarbeiten (und dem Regen) zuschieben 🌧️
Das Handbuch der Deutschen Bahn zur Erklärung von Verspätungen umfasst drei Kapitel: Laub im Herbst, Sonne im Sommer und dringende Wartungsarbeiten. Die Ironie ist, dass die Bauarbeiten gerade wegen jahrzehntelanger Vernachlässigung notwendig sind. Wäre Pünktlichkeit ein Zug, hätten die Manager ihn längst verpasst, während sie in der Tasche der Budgetkürzungen nach Ausreden suchten.