Seit 2022 hat CMA Média, im Besitz des Reederei-Magnaten Rodolphe Saadé, in Frankreich ein Mediennetzwerk geknüpft, das La Provence, La Tribune Dimanche und die Sender BFM-TV und RMC umfasst. Sein Plan, die Sportsparte auszubauen, ist auf den Widerstand der Journalisten gestoßen, die redaktionelle Einmischung und eine Machtkonzentration anprangern, die ihrer Meinung nach die Informationsunabhängigkeit bedroht.
Die industrielle Logik hinter dem Kauf von Medien und Sportkanälen 🏭
Saadés Strategie folgt einem Modell der vertikalen Integration: die Kontrolle über die Produktion von Inhalten und deren Verbreitung. Durch den Erwerb von BFM-TV und RMC gewinnt die Gruppe nicht nur Zuschauer hinzu, sondern sichert sich auch eine Plattform für ihre zukünftigen Sportrechte. Die Streaming-Technologie und das Nutzerdatenmanagement ermöglichen die Optimierung von Werbung und Abonnements. Die mangelnde Transparenz bei den Empfehlungsalgorithmen und die redaktionelle Zentralisierung werfen jedoch Fragen zur Meinungsvielfalt auf.
Saadé kauft Medien, als wären es Container, aber die Journalisten lassen sich nicht stapeln 📰
Der Magnat behandelt Zeitungen wie Schiffsfracht: Er stapelt sie und hofft, dass sie von alleine schwimmen. Aber die Redakteure sind keine leblose Ware. Als er seinen Plan zur Vereinheitlichung der Sportredaktionen ankündigte, reagierten die Gewerkschaften mit Streiks und Mitteilungen, die nach Druckertinte rochen, nicht nach Schiffsbrennstoff. Am Ende entdeckte Saadé, dass Gegenwind im Journalismus nicht in Knoten gemessen wird, sondern in Protest-Schlagzeilen.