Dior und Chanel haben das Zeitungsmuster für ihre Cruise-Kollektionen wiederbelebt und damit einen Klassiker der 90er Jahre auf die Laufstege zurückgebracht. Jonathan Anderson, Kreativdirektor bei Dior, präsentierte einen Vorgeschmack mit der Schauspielerin Alison Oliver, der an die Eleganz von Grace Kelly erinnert. Die Taschen sind mit Pressetypografien bedeckt, eine direkte Anspielung auf die gedruckte Kultur.
Die Textiltechnik hinter der Tinte auf Stoff 🧵
Um diesen Effekt zu erzielen, verwenden die Designer hochauflösenden Digitaldruck auf Materialien wie Segeltuch und Seide. Dior hat einen Sublimationsprozess eingesetzt, der die Tinte in der Faser fixiert, ohne an Schärfe zu verlieren, und dabei echte Textspalten nachbildet. Chanel setzt auf Siebdruck mit Pigmenttinten, um eine matte Oberfläche zu erzielen, die Papier simuliert. Beide Häuser haben mit Archiven historischer Zeitungen gearbeitet und Maßstäbe sowie Kontraste angepasst, damit das Muster auf Volumen und Falten funktioniert.
Nachrichten, die auf deiner Schulter und in deinem Geldbeutel wiegen 💼
Wenn du dachtest, die gedruckte Presse sei tot, laden dich Dior und Chanel ein, sie buchstäblich zu tragen. Jetzt kannst du eine Tasche mitnehmen, die wie die Titelseite der Financial Times aussieht, aber ohne die schlechten Nachrichten lesen zu müssen. Allerdings: Wenn dich jemand nach dem Artikel auf deiner Clutch fragt, musst du dir eine überzeugende Ausrede einfallen lassen. Immerhin ist sie leichter als eine Sonntagszeitung.