Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hat ein Projekt gestartet, um grenzüberschreitende Überweisungen durch Tokenisierung zu modernisieren. Die Initiative wird von mehreren Zentralbanken und dem von Ana Botín geführten Finanzinstitut unterstützt. Das erklärte Ziel ist es, Kosten zu senken, Fristen zu verkürzen und Zwischenhändler bei grenzüberschreitenden Zahlungen zu eliminieren – einem Markt, der weiterhin unter langsamen Prozessen und restriktiven Öffnungszeiten leidet.
Tokenisierung und atomare Abwicklung: So funktioniert das neue System 🔗
Das als Agorá bekannte Projekt nutzt Distributed-Ledger-Technologie, um Bankeinlagen und digitale Vermögenswerte von Zentralbanken zu tokenisieren. Der Schlüssel liegt in der atomaren Abwicklung: Alle Transaktionen werden gleichzeitig ausgeführt oder gar nicht, wodurch das Kontrahentenrisiko entfällt. Obwohl das System verspricht, die derzeitigen Bearbeitungszeiten von 3-5 Tagen auf Minuten zu reduzieren, erfordert seine tatsächliche Einführung eine Harmonisierung der Vorschriften zwischen den Ländern und die Anpassung der internen Systeme durch die Banken. Vorerst handelt es sich um einen technischen Pilotversuch.
Abschied vom Drei-Tage-Warten (vielleicht im Jahr 2030) ⏳
Für den Durchschnittsbürger klingt die Nachricht so, als könnte er endlich 50 Euro an seinen Cousin in Argentinien schicken, ohne eine Gebühr zu zahlen, die den Betrag verdoppelt. Aber Vorsicht: Dies ist ein Projekt zwischen Zentralbanken und großen Instituten. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Banken, wenn die Tokenisierung kommt, eine neue Gebühr namens Express-Tokenisierungsgebühr eingeführt haben. Bis dahin heißt es weiterhin, auf diese drei Werktage zu warten, die immer auf einen Feiertag fallen.