Die Bildkunst von Immortals Fenyx Rising: Eine technische Analyse

25. May 2026 Veröffentlicht | Aus dem Spanischen übersetzt

Immortals Fenyx Rising ist nicht nur ein Open-World-Titel; es ist eine Fallstudie darüber, wie die Ubisoft-Anvil-Engine bis an ihre Grenzen gebracht werden kann, um eine malerische Ästhetik darzustellen. Das Spiel verlässt den schmutzigen Realismus von Serien wie Assassin's Creed und umarmt eine lebendige Farbpalette und einen malerischen Stil, der an klassische griechische Keramik erinnert. Dieser Ansatz ist nicht nur künstlerisch, sondern resultiert aus technischen Pipeline-Entscheidungen, die die Leistung optimieren, ohne die visuelle Identität zu opfern.

Technische Analyse der malerischen Kunst von Immortals Fenyx Rising in der Anvil-Engine und der Texturierungs-Pipeline

Modellierungs-Pipeline: Von ZBrush zur Anvil-Engine 🎨

Der Workflow für die mythologischen Kreaturen, wie den Zyklopen oder den Greif, beginnt in ZBrush mit einer hochpolygonalen Modellierung, die organische Details und die für die klassische Bildhauerei typischen unvollkommenen Symmetrien einfängt. Anschließend durchlaufen diese Modelle einen Retopologie-Prozess, um den Anforderungen der Anvil-Engine gerecht zu werden. Die technische Herausforderung besteht hier darin, die ausdrucksstarke Silhouette der ursprünglichen Skulptur zu erhalten, während die Polygonanzahl für die Echtzeitdarstellung reduziert wird. Die malerischen Texturen werden in Substance Painter generiert, wobei benutzerdefinierte Pinsel und Materialien verwendet werden, die Öl- und Temperamalerei imitieren. Der Schlüssel liegt in der Verwendung von Normal- und Ambient-Occlusion-Maps, die die Tiefe der Pinselstriche simulieren und so sicherstellen, dass die leuchtenden Farben und Verläufe auch in der Renderdistanz der offenen Welt lebendig bleiben.

Visuelle Optimierung: Partikel und konstante Leistung ⚙️

Die größte technische Herausforderung von Immortals Fenyx Rising ist die Verwaltung der ständigen magischen Partikel. Jede göttliche Fähigkeit, von den Flügeln des Dädalus bis zu den Angriffen des Hephaistos, setzt hunderte von Sprites und Glitzereffekten frei. Um einen Framerate-Einbruch zu vermeiden, implementierte das Ubisoft-Team ein aggressives Level-of-Detail-System (LOD) für die Effekte, das die Komplexität der Partikel reduziert, je weiter sich die Kamera entfernt. Darüber hinaus wurde die globale Beleuchtung der Anvil-Engine angepasst, um den Farbkontrast gegenüber realistischen Schatten zu priorisieren, sodass die gesättigten Töne der Substance-Painter-Texturen die Szene dominieren können, ohne dass teure Reflexionsberechnungen erforderlich sind.

Wie es dem Team von Ubisoft Quebec gelang, die Ästhetik von Mattermalerei und Helldunkel in der Anvil-Engine nachzubilden, ohne die Echtzeitleistung bei der Erkundung der offenen Welt von Immortals Fenyx Rising zu beeinträchtigen

(PS: Für Mobilgeräte zu optimieren ist, als würde man versuchen, einen Elefanten in einen Mini Cooper zu stopfen)