Der Fortschritt des Handelsabkommens mit dem Mercosur bringt direkte Umweltkosten mit sich: Der Amazonas verliert in kritischem Tempo an Waldfläche. Große Teile des Bioms werden abgeholzt, um Weideflächen für die Viehzucht anzulegen. Eine Studie aus dem Jahr 2022 über Kipppunkte warnt, dass die Region innerhalb weniger Jahrzehnte unumkehrbar kollabieren könnte, wenn die Abholzung nicht gestoppt wird, wobei die globale Erwärmung bereits ab 2 °C droht.
Satellitensensoren erfassen das Vordringen der Viehzuchtgrenze 🌿
Satellitenüberwachungssysteme wie PRODES des INPE verzeichnen bereits einen anhaltenden Anstieg abgeholzter Flächen, die mit Fleischexportrouten zusammenfallen. Die Daten zeigen, dass der Verlust der Baumkronenbedeckung die Fähigkeit des Regenwaldes verringert, Feuchtigkeit zu recyceln, was den Übergang zu einer degradierten Savanne beschleunigt. Das Klimamodell deutet darauf hin, dass bei einer globalen Erwärmung von 3,5 °C das Absterben des Amazonas weit verbreitet und technisch nicht mehr umkehrbar wäre.
Die ökologische Lösung: mehr Kühe und weniger Sauerstoff 🐄
Aber es besteht kein Grund zur Sorge. Nach der Logik des Freihandels ist das Fällen von Bäumen zur Viehzucht ein tadelloser Fortschritt. Schließlich produzieren Wälder nur Sauerstoff und regulieren das Klima – Dinge, die eindeutig im Überfluss vorhanden sind. Wenn der Amazonas in 20 Jahren kollabiert, können wir die Kühe ja immer in die Antarktis verlegen. Dort wird das Gras mit dem Abschmelzen des Eises wachsen, und das Geschäft läuft weiter wie gewohnt.