Ein Ebola-Patient wurde in der Berliner Charité eingeliefert, einem Krankenhaus mit Erfahrung mit tödlichen Krankheitserregern. Der Fall fällt mit der Festnahme eines deutschen Ehepaares, Xuejun C. und Hua S., in München zusammen, das beschuldigt wird, für China spioniert zu haben. Das Paar soll versucht haben, Wissenschaftler zu kontaktieren, um Technologie mit militärischer Nutzung zu erlangen, indem es sich als Dolmetscher oder Automobilangestellte ausgab.
Industriespionage mit Dolmetscher-Fassade 🕵️
Nach Angaben der Behörden näherten sich die Angeklagten Universitätsforschern und boten Dolmetscherdienste oder fiktive Arbeitsplätze bei Autoherstellern an. Ihr Ziel war es, Daten über fortschrittliche Technologien mit militärischen Anwendungen zu erlangen, wie Verbundwerkstoffe oder Antriebssysteme. Die Strategie erinnert an Methoden der Wirtschaftsspionage, bei der der Zugang zu Talenten und Patenten wertvoller ist als der Diebstahl physischer Dokumente. Deutschland verstärkt seine Überwachung des Transfers kritischen Wissens.
Dolmetscher, die nicht übersetzten, sondern spionierten 🦠
Das Paar zeigte, dass man zum Stehlen von Industriegeheimnissen keinen Aktenkoffer voller Geld braucht, sondern gute Deutschkenntnisse und einen fiktiven Job bei BMW. Währenddessen erreichte Ebola Berlin und die Spione versuchten, in Labore einzudringen. Wenn ein Wissenschaftler sie um Hilfe bei einem Paper bat, übersetzten sie es vielleicht direkt ins Chinesische. Zumindest weiß die Charité, dass Viren keine Dolmetscher brauchen, um sich zu verbreiten.